Silvester-Prophylaxe

Australian Shepherd Züchter aus Krefeld (NRW)

Silvester-Prophylaxe

Wie verhalte ich mich richtig?

Ob­wohl un­se­re Wel­pen wäh­rend der Auf­zucht bei uns auch mit Knall-& Ra­ke­ten­ge­räu­schen auf Sil­ves­ter vor­be­rei­tet wer­den, kann es nicht scha­den euch noch ein paar wei­te­re Tipps mit auf den Weg zu ge­ben, da­mit eure Hun­de auch spä­ter ger­ne Sil­ves­ter fei­ern!

Ge­ne­rell hö­ren Hun­de Ton­hö­hen & Fre­quenz­be­rei­che, die wir Men­schen nicht wahr­neh­men kön­nen und sie hö­ren Ge­räu­sche dop­pelt so laut wie wir Men­schen, des­halb zün­det ein ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Tier- / Hun­de­hal­ter kein Feu­er­werk mehr an… und ge­nießt ei­nen ru­hi­gen Jah­res­wech­sel.

Wir wün­schen euch ei­nen gu­ten Rutsch ins neue Jahr und viel Er­folg & Glück und na­tür­lich für die Hun­de ganz vie­le Glücks- *äh* Hun­de­kek­se 🙂

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Un­se­re Nach­zuch­ten beim Sil­ves­ter fei­ern

Vor Silvester

Bit­te lasst eure Hun­de schon ein bis zwei Tage vor Sil­ves­ter nicht mehr frei – ohne Lei­ne – lau­fen. Es gibt im­mer wie­der ein paar Men­schen, die nicht bis zum 31. De­zem­ber 12:00 Uhr war­ten kön­nen und schon mal den ein oder an­de­ren Böl­ler an­zün­den. Euer Hund kann sich vor dem plötz­li­chen lau­ten Knall er­schre­cken und dann über Stra­ßen da­von lau­fen und wo­mög­lich ver­letzt wer­den.

Mit ei­nem ent­lau­fen­den, an­ge­fah­re­nen oder schlimms­ten­falls so­gar über­fah­re­nem Hund möch­tet ihr das neue Jahr si­cher­lich nicht be­grü­ßen.

Während Silvester

Als ver­ant­wor­tungs­vol­ler Hun­de­hal­ter, fei­ert ihr na­tür­lich Sil­ves­ter mit eu­rem Hund zu­sam­men, so­dass euer Hund nicht al­lein ist, wenn drau­ßen plötz­lich die Ra­ke­ten in die Luft stei­gen. Führt eu­ren an­ge­lein­ten Hund am bes­ten noch vor der Knal­le­rei Gas­si – be­son­ders auch Wel­pen, da­mit sie mög­lichst wäh­rend der Fei­er nicht mehr raus­müs­sen.

Da Sil­ves­ter ja nur ein­mal im Jahr ist, kann es sein, dass der Hund sich bei der ers­ten Ra­ke­te et­was er­schreckt. Eure An­we­sen­heit gibt eu­rem Hund schon die nö­ti­ge Si­cher­heit, die er für die­se Nacht be­nö­tigt.

Bit­te ver­hal­tet euch ru­hig, selbst­si­cher und be­mit­lei­det den Hund nicht, falls er an­fangs et­was un­si­cher & ängst­lich sein soll­te. Ver­hal­tet euch ganz nor­mal, so als wäre die Böl­le­rei & das grel­le Licht das Nor­mals­te der Welt.

Bit­te nehmt den Hund zur Be­grü­ßung des neu­en Jah­res nicht mit nach drau­ßen. Plötz­li­che Knal­le & bun­te Lich­ter kön­nen ihn er­schre­cken und er kann sich trotz Lei­ne los­rei­ßen. Au­ßer­dem könn­te der Hund sich durch eure Un­acht­sam­keit ver­letz­ten, falls er ei­nen bren­nen­den Böl­ler ins Maul nimmt, weil er denkt, er soll­te ihn ap­por­tie­ren oder wenn er Schwarz­pul­ver auf­nimmt / ver­schluckt, wäh­rend er auf ei­nem Chi­na Böl­ler her­um­kaut.

Wir schau­en das Feu­er­werk der Nach­barn mit un­se­ren Hun­den im­mer aus si­che­rer Ent­fer­nung an der ge­schlos­se­nen Ter­ras­sen­tür. Meist sit­zen die Hun­de da­bei auf un­se­rem Schoß oder ne­ben uns und wir re­den mit ih­nen und zei­gen ih­nen die bun­ten Lich­ter am Him­mel.

Für ganz zar­te, ängst­li­che Hun­de, gibt es beim Tier­arzt Be­ru­hi­gungs­prä­pa­ra­te. Lass dich am bes­ten von dei­nem Tier­arzt be­ra­ten, wir ha­ben mit sol­chen Mit­teln kei­ne Er­fah­run­gen, da un­se­re Hun­de mehr­mals im Jahr ”zwangs­wei­se” Sil­ves­ter per Ge­räusch CD fei­ern müs­sen, wenn wir Wel­pen ha­ben 🙂

Es könn­te auch hel­fen dem Hund ei­nen höh­len­ar­ti­gen Rück­zugs­ort ein­zu­rich­ten oder über den Jah­res­wech­sel in knall­ar­me Ge­gen­den in den Ur­laub zu fah­ren.

Ggf. kann auch die De­sen­si­bi­li­sie­rung mit Ge­räusch CDs Ab­hil­fe schaf­fen – bit­te füh­re die­se De­sen­si­bi­li­sie­rung nie ohne ei­nen wirk­lich gut aus­ge­bil­de­ten und er­fah­re­nen Trai­ner durch. Nicht alle Hun­de sind dazu ge­eig­net, je nach­dem wie tief das Trau­ma sitzt.

Nach Silvester

Wenn euer Hund den Sil­ves­ter-Abend gut über­stan­den hat, dann geht mit ihm bit­te auch ein bis zwei Tage nach dem Jah­res­wech­sel nur an­ge­leint spa­zie­ren, bis die Rei­ni­gungs­kräf­te die Städ­te wie­der ge­rei­nigt ha­ben.

Be­son­ders in die­ser Zeit kann der Hund Böl­ler- & Ra­ke­ten­res­te wo­mög­lich un­be­merkt ver­schlu­cken oder in Scher­ben von lie­gen­ge­las­se­nen Sekt­fla­schen tre­ten.

Be­son­ders Parks & und Ufer­stel­len, z.B. das Rhein-Ufer, sind be­son­ders mit Sil­ves­ter­ab­fall ver­dreckt.

Angst erkennen

Auf fol­gen­de Si­gna­le soll­test du bei dei­nem Hund ach­ten, um Angst und Un­si­cher­heit zu er­ken­nen:

  • zu­rück­ge­zo­ge­ne Oh­ren, auf­ge­ris­se­ne Au­gen & Pu­pil­len und eine zu­rück­ge­zo­ge­ne Ge­sichts­mus­ku­la­tur (star­kes He­cheln)
  • eine ge­duck­te Hal­tung mit ge­rin­ger all­ge­mei­ner Kör­per­span­nung
  • eine tief­ge­tra­ge­ne oder un­ter dem Bauch ein­ge­zo­ge­ne Rute
  • ggf. der Ein­satz von Be­schwich­ti­gungs- oder De­muts­ges­ten (Blick­ab­wen­den, Kör­per­ab­wen­den, ei­ge­nes Maul le­cken, usw.)
  • ver­stei­ner­tes Ste­hen- oder Lie­gen­blei­ben & Wei­ge­rung wei­ter­zu­ge­hen
  • Aus­wei­chen, Flucht aber auch eine hohe all­ge­mei­ne Kör­per­span­nung -> ag­gres­si­ve Angst (ver­krampf­te Hal­tung)
  • auf der ge­sam­ten Rü­cken­li­nie auf­ge­stell­te Haa­re
  • bis hin zum ag­gres­si­ven Ver­hal­ten
  • Akus­ti­sche Si­gna­le kön­nen sein: Jau­len, Win­seln, Knur­ren, Bel­len, Heu­len bis hin zum Schrei­en

Zu­sätz­lich zu den oben ge­nann­ten Sym­pto­men bei Angst­ver­hal­ten zeich­net sich eine Ge­räusch­pho­bie durch eine meist stär­ke­re Re­ak­ti­on als bei an­de­ren Ängs­ten aus. Die Tie­re er­schre­cken, wenn das Ge­räusch auf­tritt, ver­las­sen, wenn mög­lich, den Raum oder Platz, flüch­ten, ver­krie­chen sich, bis hin zu Ver­let­zung bei Aus­bruchs­ver­su­chen.

Sie sind kaum an­sprech­bar und es dau­ert eine Wei­le, bis sie sich wie­der gänz­lich ent­span­nen.


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