Hund nach Schweden importieren

Australian Shepherd Züchter aus Krefeld (NRW)

Hund nach Schweden importieren -

Ein Erfahrungsbericht von Minous Einreise nach Schweden

Die­ser Bei­trag ist ein Gast­bei­trag von Lin­nea & Da­ni­el, Hal­ter von Min­ou! Vie­len herz­li­chen Dank für den Be­richt und die Fo­tos und Vi­de­os von Min­ou wäh­rend eu­rer Rei­se.

Generelle Einreisebedingungen

”Wir le­ben in Groß­bri­tan­ni­en, kom­men aber ur­sprüng­lich aus Schwe­den und Deutsch­land und nach­dem wir ei­nen Aus­tra­li­an She­pherd Wel­pen in Groß­bri­tan­ni­en, Deutsch­land und Schwe­den ge­sucht ha­ben, ha­ben wir den per­fek­ten Wel­pen bei den Yel­low­stone Aus­sies in Deutsch­land ge­fun­den.

Nach­dem wir un­se­ren Wel­pen na­mens Min­ou bei den Yel­low­stones ab­ge­holt hat­ten, stand ihre ers­te Rei­se nach Schwe­den an. Um ei­nen Hund nach Schwe­den ein­füh­ren zu kön­nen, muss man die Re­geln des Jor­dbruks­ver­kets be­fol­gen.

Wir hat­ten nicht er­war­tet, dass wir mit Min­ou bis zu ih­rer Toll­wut­imp­fung in Deutsch­land blei­ben muss­ten. Gott sei Dank lebt Daniel’s Fa­mi­lie in Deutsch­land, so dass Min­ou bis zu ih­rer Rei­se dort ge­lebt hat und wir Zeit hat­ten sie an ihre Hun­de­box zu ge­wöh­nen und die ers­ten Er­zie­hungs­schrit­te zu star­ten.

Der ers­te Tag in der Hun­de­box

Min­ou im Auto nach der Ab­ho­lung

Einreisebedingungen nach Schweden

  • Das Tier muss ei­nen Mi­kro­chip tra­gen
    (Wenn das Tier an der Gren­ze kon­trol­liert wird und die ID Num­mer nicht ge­le­sen wer­den kann, wird das Tier ab­ge­lehnt und kann nicht ein­rei­sen)
  • Das Tier muss eine gül­ti­ge Imp­fung ge­gen Toll­wut vor­wei­sen
    (Für die Toll­wut­imp­fung muss das Tier ge­chipt und min­des­tens 12 Wo­chen alt sein. 21 Tage nach der Toll­wut­imp­fung darf das Tier rei­sen)
  • Das Tier muss ei­nen EU Pass ha­ben
  • Hun­de und Kat­zen müs­sen an der Gren­ze an­ge­mel­det wer­den. Die An­mel­dung er­folgt on­line und falls je­mand an der Gren­ze fragt, muss man nur die Num­mer, die man bei der On­line An­mel­dung er­hal­ten hat, vor­zei­gen.

Import des Hundes ohne den Besitzer

Schwe­den hat kei­ne Ein­schrän­kun­gen, wie man den Hund in das Land brin­gen soll, so lan­ge man gleich­zei­tig mit dem Hund zu­sam­men ein­reist. Wenn der Hund zum Hal­ter nach Schwe­den z.B. von ei­nem pro­fes­sio­nel­len Tier­trans­port­un­ter­neh­men im­por­tiert wird oder der Hal­ter zu ei­ner an­de­ren Zeit ein­reist (da­zwi­schen dür­fen nicht mehr als 5 Tage lie­gen), dann sind spe­zi­el­le An­for­de­run­gen zu er­fül­len:

  • EU Pass mit gül­ti­ger Toll­wut­imp­fung (12 Wo­chen + 21 Tage alt)
  • Eine Er­klä­rung des Be­sit­zers, dass dem Trans­port­un­ter­neh­men ge­stat­tet wur­de, den Trans­port des Tie­res durch­zu­füh­ren
  • Ko­pien des ei­ge­nen Ti­ckets / der ei­ge­nen Bu­chung, um si­cher­zu­stel­len, dass der Be­sit­zer mit­reist

To­masz hat schon meh­re­re Hun­de für uns (die Yel­low­stones) im­por­tiert und macht ei­nen sehr gu­ten Job. Sei­ne Rei­se kann man über ein GPS Tracking ver­fol­gen und man be­kommt Fo­tos sei­nes Hun­des wäh­rend der Rei­se. Die Hun­de ka­men alle sau­ber und gut ge­launt bei uns an.

Transport mit der Fähre

Wir ent­schie­den uns mit der Fäh­re nach Schwe­den ein­zu­rei­sen, weil die Über­fahrt mit der Fäh­re zwi­schen 46–80€ ge­kos­tet hat und da­mit güns­ti­ger war als mit dem Flug­zeug zu flie­gen. Au­ßer­dem er­hoff­ten wir uns, dass die Fäh­re nicht so stark kon­trol­liert wird, wie der Flug­ha­fen, denn trotz der kor­rek­ten Pa­pie­re hat­ten wir Sor­ge, dass wir nicht nach Schwe­den ein­rei­sen dür­fen.

Wir fuh­ren zu­nächst mit ei­nem Miet­au­to, weil wir die­ses am Ziel­ort wie­der ab­ge­ben konn­ten, von Gum­mers­bach in der Nähe von Köln nach Tra­ve­mün­de (5–6 Stun­den Fahrt), um von dort die Fäh­re nach Trel­le­borg nach Schwe­den zu neh­men. Wir mach­ten mit Min­ou im­mer wie­der klei­ne Pi­pi­pau­sen und füt­ter­ten sie ganz nor­mal wei­ter. Kurz be­vor wir an Board der Fäh­re gin­gen, lie­ßen wir Min­ou noch mal ihr Ge­schäft ma­chen.

Die Re­geln, wie Tie­re trans­por­tiert wer­den, un­ter­schei­den sich im­mer et­was – je nach Fähr­ge­sell­schaft. Des­halb ist es das Bes­te, die Fähr­ge­sell­schaft zu fra­gen, wel­che Re­geln gel­ten.

Wir sind mit der TT Line – Huck­le­ber­ry Finn ge­fah­ren, weil wir dort eine tier­freund­li­che Ka­bi­ne bu­chen konn­ten (nach meh­re­ren Fahr­ten mit ver­schie­de­nen Fäh­ren, wis­sen wir, dass tier­freund­li­che Ka­bi­nen vor­zu­zie­hen sind).

Die Über­fahrt mit der Fäh­re dau­ert 6 Stun­den und da sich vie­le Men­schen auf dem Schiff tum­meln, ist eine Ka­bi­ne zu bu­chen sinn­voll, da man sich dort zu­sam­men mit sei­nem Hund aus­ru­hen und ent­span­nen kann. Al­ler­dings darf man Tie­re nur in der tier­freund­li­chen Ka­bi­nen mit­neh­men. Die Fäh­ren ha­ben nur sehr we­ni­ge Ka­bi­nen, in de­nen Tie­re er­laubt sind, da­her ist eine früh­zei­ti­ge Bu­chung sinn­voll. Die­se Ka­bi­nen sind mit ei­nem Plas­tik­fuß­bo­den aus­ge­stat­tet, so dass ”Un­fäl­le” leicht ge­rei­nigt wer­den kön­nen.

Wenn man kei­ne tier­freund­li­che Ka­bi­ne bu­chen konn­te, was uns auf ei­ner wei­te­ren Rück­fahrt zu Weih­nach­ten nach Deutsch­land pas­siert ist, dann dür­fen die Hun­de sich nur in ei­nem Ge­biet ex­tra für Tie­re auf der Fäh­re auf­hal­ten, in dem na­tür­lich auch an­de­re Hun­de­be­sit­zer mit ih­ren Tie­ren sa­ßen. Die Holz­stüh­le wa­ren sehr un­be­quem und wir hat­ten Mühe, Min­ou zu be­ru­hi­gen, denn sie woll­te na­tür­lich mit den an­de­ren Hun­den spie­len.

Das Per­so­nal auf der Fäh­re war sehr nett zu uns und ga­ben Min­ou so­gar et­was Rind­fleisch, was vom Büf­fet üb­rig ge­blie­ben war.

Bei der ers­ten Über­fahrt nach Schwe­den dach­ten wir, dass wir sehr strikt kon­trol­liert wür­den und sich die Be­am­ten alle Do­ku­men­te ge­nau an­schau­en wür­den, aber letzt­end­lich hat nie­mand die Do­ku­men­te kon­trol­liert oder ir­gend­was über Min­ou ge­fragt, au­ßer ob sie sie strei­cheln dür­fen.

Mit­ten in der Nacht ka­men wir in Schwe­den an und wur­den dort von Lin­ne­as Fa­mi­lie in Emp­fang ge­nom­men und be­grüßt. Die Heim­fahrt dau­er­te dann noch wei­te­re 3h Stun­den bis wir uns end­lich Zu­hau­se aus­ru­hen konn­ten.

Wir möch­ten un­se­ren spe­zi­el­len Dank an euch aus­drü­cken un­se­ren Traum von ei­nem Aus­tra­li­an She­pherd er­füllt zu ha­ben. Es ist un­glaub­lich wie in­tel­li­gent sie ist und wie ger­ne sie ar­bei­tet (wenn sie denn will) und wir lie­ben ihre star­ke Per­sön­lich­keit. Wir lie­ben sie ab­göt­tisch und wir glau­ben auch je­der sagt das über sei­nen Hund, aber un­ser Hund ist der Bes­te ❤.

Lin­nea, Da­ni­el & Min­ou!”

Min­ou auf der ”Pi­pi­wie­se” auf der Fäh­re

Die an­stren­gen­de Über­fahrt, auch für uns Men­schen 🙂

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Weiterführende Literatur


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