Impfung

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IMPFUNG WIESO, WESHALB, WARUM – NICHT?

Was ist eine Impfung?

Eine Impfung, auch Schutzimpfung oder Vakzination genannt, befähigt das körpereigene Immunsystem, auf eine Infektion mit dem Erreger so rasch und wirksam zu reagieren, dass daraus keine oder nur eine abgeschwächte Infektionskrankheit resultiert. Impfungen wurden entwickelt als vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten.

Es wird zwischen Lebend- & Totimpfstoffen und Aktiv- & Passivimpfung unterschieden.

„Die Empfehlung zur jährlichen Auffrischung war nicht durch wissenschaftlich fundierte Studien belegt, und man wird für viele der gebräuchlichen Produkte in der Literatur auch keine Veröffentlichungen finden, die die Notwendigkeit der jährlichen Impfung nachweisen.“
(R. D. Schultz, Veterinary Medicine, März 1998)

Aktiv Impfung

Aktive Impfungen werden mit einer Spritze parenteral („unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes“) injiziert. Man unterscheidet

  • intradermale („in die Haut“) mit Lanzette oder einer Impfpistole
  • subkutane („unter die Haut“)
  • und intramuskuläre („in den Muskel“)

Injektionen. Für wenige Immunisierungen wurde bzw. wird der Impfstoff oral (in den Mund, „Schluckimpfung“) oder nasal (in die Nase) verabreicht, versuchsweise auch mit Hautpflaster.

Die meisten aktiven Impfungen werden jedoch intramuskulär in den Oberarm oder bei Kindern in den Oberschenkel verabreicht – beim Hund in die Flanken oder den Nacken.  Die Injektion von aktiven Impfstoffen in den Gesäßmuskel gilt aufgrund geringerer Wirksamkeit und häufigeren Komplikationen laut der STIKO als obsolet.

Funktion Aktiv Impfung

Die aktive Impfung ist die Impfung im medizinischen Sinne, dabei wird das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern durch Lebend- oder Totimpfstoffe angeregt, ohne die Infektionskrankheit selbst durchmachen zu müssen.

  • Lebendimpfstoffe: Der Lebendimpfstoff enthält abgeschwächte, noch vermehrungsfähige Erreger, welche die Krankheit nicht auslösen.
  • Todimpfstoff: Bei einem Totimpfstoff wurden diese Erreger abgetötet oder es liegen nur noch Bruchstücke des Erregers vor z.B. die Zellhülle ohne reproduzierbare DNA. Nach Eindringen des Impfstoffs in den Körper werden seine Eiweißstoffe (Proteine) und/oder Zuckermoleküle durch im Blut zirkulierende weiße Blutkörperchen als körperfremde Stoffe erkannt. Es folgt die so genannte primäre Immunantwort und es werden langlebige Gedächtniszellen gebildet, so dass der Organismus bei einer erneuten Infektion mit demselben Erreger den Bauplan für die spezifischen Antikörper bereits vorliegen hat. Eine Antikörperart passt nur auf einen Erreger (Schlüssel-Schloss Prinzip), so dass der Körper nicht ständig alle Antikörper-Arten in großer Zahl vorrätig hält, sondern diese erst bei Bedarf bildet.

Zu den aktiven Immunisierungen, die keine Impfung darstellen, gehören Hyposensibilisierungen beispielsweise bei Heuschnupfen und Allergie gegen Hausstaubmilben oder Insekten.

Passiv Impfung

Bei der passiven Impfung werden einer erkrankten Person bzw. einem erkrankten Hund nur die Antikörper in großer Zahl zugeführt, damit die Infektion bekämpft werden kann. Es handelt sich nicht um eine Impfung im medizinischen Sinne, da das eigene Immunsystem nicht selbst Antikörper herstellt, also „passiv“ bleibt, sondern diese außerhalb des Impflings hergestellt werden.

Die passive Immunisierung ist also eine Notfallmaßnahme. Beispielhaft hierfür sind Verletzungen mit Verschmutzung der Wunde (Verdacht auf eine Infektion mit Wundstarrkrampf), Bisse durch oder Schleimhautkontakt mit bestimmten Wildtieren (Verdacht auf Tollwut) oder der Kontakt von medizinischem Personal mit Blut von Patienten, die Träger der Erreger von Hepatitis B sind (insbesondere nach Nadelstichverletzung).

Eingeführt wurde die passive Immunisierung 1890 von Emil von Behring, als er ein Heilverfahren gegen Diphtherie entwickelte, bei welchem er aus Pferdeblut isolierte Antikörper verwendete. Eine wichtige und weit verbreitete natürliche Form der passiven Immunisierung gegen Infektionskrankheiten ist die Mutter-Kind-Immunisierung.

Funktion Passiv Impfung

Wenn eine Person an einer ernsthaften Infektionskrankheit leidet, ohne zuvor geimpft worden zu sein, ist die passive Impfung sinnvoll: Hierbei wird dem Patienten eine hohe Konzentration Antikörper gegen den Krankheitserreger zugeführt.

Hierzu verwendet man bevorzugt gentechnologisch auf Zellkulturen hergestellte monoklonale menschliche Antikörper, oder, soweit solche nicht zur Verfügung stehen, Extrakte aus dem Blut von Menschen, die die betreffende Infektionskrankheit (ungewollt) durchgemacht haben, oder aus dem Blut von Tieren, die gezielt mit dem Erreger infiziert worden waren.

  • Vorteile: Der Vorteil ist der schneller einsetzende Schutz: Die Antikörper müssen nicht erst innerhalb von ein bis zwei Wochen gebildet werden, sondern stehen gleich nach der Injektion des Immunserums zur Verfügung.
  • Nachteile: Nachteilig ist, dass der Schutz nur einige Wochen anhält und der Organismus ist durch eine neuerliche Infektion mit demselben Erreger wieder gefährdet. Das liegt daran, dass das Immunsystem durch die Gabe von Immunserum nicht stimuliert wird, über Gedächtniszellen ein eigenes Immungedächtnis hinsichtlich der Erreger auszubilden.
    Falls das Immunserum vom Tier oder Mensch stammt, kommt als weiterer Nachteil hinzu, dass es, abgesehen von den gewünschten Antikörpern, Spuren von Fremdeiweiß oder Polysacchariden (Zucker) des Spenders enthalten kann. Das Immunsystem des Empfängers reagiert auf diese Stoffe und führt dazu, dass die Antikörper schneller ausgeschieden werden und damit kürzer als gewünscht wirksam bleiben. Bei wiederholter Gabe von Fremdserum besonders derselben Tierart kann es außerdem zu einer unerwünschten allergischen Reaktion des Empfängers in Form einer Serumkrankheit oder eines allergischen Schocks kommen. Daher werden solche Immunseren nach Möglichkeit durch monoklonale (aus einer Zelllinie/Spezies) Antikörper ersetzt.

Impfung bei Hunden

Auch Haustiere sollten nach herrschender Meinung geimpft werden. Die empfohlenen Impfungen werden vom Tierarzt verabreicht und ebenso wie beim Menschen in einem Impfpass dokumentiert. In Deutschland erarbeitet die Ständige Impfkommission (StIKo Vet.) Impfempfehlungen für die Deutsche Kleintierpraxis. Im Gegensatz zu den Impfungen beim Menschen werden die meisten Impfungen bei Tieren unter die Haut – meist im Bereich der Flanken oder im Nackenbereich – verabreicht.

2011 wurde in Deutschland ein Umsatz von 191 Millionen Euro mit Tierimpfstoffen erzielt, je etwa zur Hälfte bei Nutz- und Heimtieren.

Die Impfung gegen Tollwut und der Nachweis im neuen EU-Heimtierausweis sind gesetzlich in praktisch allen europäischen Staaten für die Einreise von Hunden, Katzen und Frettchen erforderlich. Sie muss nach Vorschrift des Impfstoffherstellers wiederholt werden (ein bis drei Jahre) und die letzte muss für die meisten Staaten mindestens 30 Tage zurückliegen. Nach Änderung der deutschen Tollwutimpfverordnung ist seit 2006 eine jährliche Auffrischung nicht mehr vorgeschrieben, wenn der Hersteller eine längere Frist angibt.

Haushunde werden gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Parainfluenza und Tollwut geimpft. Jüngere Untersuchungen zeigen, dass ein Impfschutz (mit Ausnahme Leptospirose) über drei Jahre und mehr bestehen kann, mittlerweile weisen viele Hersteller ihre Impfstoffe mit einer Wirkdauer von drei Jahren aus. Weniger verbreitet ist die Impfung gegen Lyme-Borreliose und die bakterielle Komponente des Zwingerhustens (Bordetella bronchiseptica). Nur im züchterischen Bereich spielen ferner andere Impfungen als Vorsorge gegen das Welpensterben eine Rolle (bspw. gegen das Canines Herpes Virus).

Die Impfung gegen Tollwut und deren Dokumentation im EU-Heimtierausweis ist nur noch bei Reisen zwingend erforderlich, da die Impfung innerhalb Deutschlands nicht mehr für nötig gehalten wird. Kann bei Grenzkontrollen eine gültige Impfung nicht anhand EU-Heimtierausweises nachgewiesen werden, wird die Einreise in das Zielland verwehrt. Gleiches kann bei der Einreise bei der Rückkehr nach Deutschland, Österreich oder der Schweiz passieren. Eine jährliche Auffrischungsimpfung für Tollwut ist (lt. EU-Verordnung (EG) Nr. 998/2003 für Reisen innerhalb der EU, außer den Sonderbestimmungen oben genannter Länder) nicht mehr erforderlich, es gelten die Wiederholungsimpftermine der Impfstoffhersteller.

Gegen welche Krankheiten impfen wir?

Staupe

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, sie wird nach dem Entdecker ihres Erregers Henri Carré auch als Carrésche Krankheit bezeichnet.

Symptome

Kennzeichnend für die Erkrankung sind hohes Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach befallenem Organsystem können Durchfall und Erbrechen oder Atemwegssymptome auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Schädigung des Gehirns mit zentralnervösen Erscheinungen kommen.

Die Krankheit wird durch das Canine Staupevirus (CDV, Canine Distemper Virus) ausgelöst. Es ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen und ist außerhalb eines Organismus nur wenige Tage infektiös. Während er gegenüber Trocknung und Kälte recht resistent ist, wird er von allen gängigen Desinfektionsmitteln sehr schnell inaktiviert.

Es sind vor allem junge Hunde zwischen acht Wochen bis sechs Monaten betroffen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen drei und sieben Tagen. Nachdem das Virus über die Maul- oder Nasenschleimhaut aufgenommen wurde, vermehrt es sich zunächst in den Mandeln oder den Bronchiallymphknoten.

Vier Tage nach der Infektion kommt es zur Virämie, in deren Folge vor allem Gewebe des Abwehrsystems wie Milz, Thymus, Knochenmark, Lymphknoten oder Kupffer-Sternzellen besiedelt werden. Kann der Körper innerhalb der ersten neun Tage ausreichend Antikörper bilden, bilden sich im Allgemeinen keine Krankheitssymptome aus. Unterbleibt die Bildung von Antikörpern, befällt der Erreger neben dem Verdauungs- und dem Nervensystem auch den Atmungsapparat und den Urogenitaltrakt. Da ab diesem Zeitpunkt alle Sekrete und Exkrete des Hundes Virusmaterial enthalten, kann sich die Krankheit in der Population weiterverbreiten.

Prophylaxe

Impfungen sind die wichtigste Prophylaxe, gerade weil die Erkrankung in den letzten Jahren wieder vermehrt aufgetreten ist. Daher sollten Hunde mittels einer Grundimmunisierung und Wiederauffrischungsimpfungen geschützt werden. Weil Hundewelpen oft noch sehr lange über einen Schutz durch maternale (von der Mutterhündin mit der Milch aufgenommene) Antikörper verfügen, kann der richtige Zeitpunkt für den Beginn einer Grundimmunisierung variieren.

„Immunität gegen Masern hält lebenslang, und ich weiß von keinem Veterinär, der von seinem Hausarzt eine jährliche Masernimpfung verlangt. Aber die meisten Kleintierärzte in Europa revakzinieren Hunde jährlich gegen Staupe, und Staupe ist nichts anderes als Hundemasern.“
(Prof. Dr. Marian Horzinek (Universität Utrecht), Veterinary Vaccines and Diagnostics, 1999)

Hepatitis contagiosa canis (HCC)

Als Hepatitis bezeichnet man die Entzündung der Leber, die die Zerstörung der Leber zur Folge hat. Die Krankheit tritt durch die Folge der Impfung heute nur noch sehr selten auf.

Symptome 

Das Virus wird über Speichel, Kot, Nasensekret und Harn ausgeschieden. Nach Ausheilung oder bei latenten Virusträgern spielt insbesondere der Harn eine Rolle bei der Erregerübertragung. Auch eine Übertragung von der Mutter auf die Feten über die Plazenta ist nachgewiesen.  Der Erreger kann außerhalb des lebenden Organismus bei Zimmertemperatur mehrere Wochen, bei Temperaturen von unter 4 °C sogar bis zu 9 Monaten infektiös bleiben. Die Keime gelangen vor allem oral, also über den Mund, in den Wirt, wobei es zunächst zu einer Virusvermehrung in den Mandeln und dann zur Verbreitung über Lymphgefäße und Lymphknoten in das Blut kommt. Die Inkubationszeit beträgt 2–5 Tage.  Symptome sind hohes Fieber, Apathie, Erbrechen und Fressunlust. Die Mandeln, Lymphknoten, Milz und Leber sind geschwollen. Aufgrund der Gefäßentzündung treten Ödeme und Blutungen der Schleimhäute sowie in die Körperhöhlen und die vordere Augenkammer auf. Gelegentlich werden auch neurologische Symptome beobachtet. Darüber hinaus können Nierenschäden auftreten. Die Leberpalpation (Abtastung) ist im Allgemeinen schmerzhaft. Die Symptome variieren je nach Verlaufsform sehr stark. Allgemein kann gesagt werden, dass die Prognose umso ungünstiger ist, je akuter die Krankheit verläuft.

Prophylaxe 

Impfungen mit inaktivierter Vakzinen oder heterolog attenuierter CAV-2-Lebendvakzinen bieten den größten Schutz, da es für diese Krankheit keine Therapie gibt. Es können lediglich Symptome behandelt werden.

Parvovirose

Pavovirose ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Canine Parvovirus verursacht wird.

Symptome

Der Erreger greift in die Zellbiologie ein und vermehrt sich bei der Zellteilung. Am empfänglichsten für die Erkrankung sind Welpen im Alter von 2 bis 16 Wochen und alte Hunde. Der Erreger ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr unempfindlich. Bei Raumtemperatur bleibt er über ein Jahr infektiös, die meisten handelsüblichen Desinfektionsmittel vermögen ihn nicht zu inaktivieren. Zu den gegen das Virus wirksamen Substanzen zählen Natriumhypochlorit, Formaldehyd und Glutaraldehyd.

Als Überträger kommen gleichfalls mit dem erkrankten Tier in Berührung gekommene Menschen in Frage (Hundebesitzer, Händler, Tierärzte, über Schuhwerk verschlepptes Virusmaterial).

Symptome sind Fieber, verminderte Nahrungsaufnahme und Teilnahmslosigkeit. Es kommt oft zu blutigen Durchfällen und zu starker Abnahme der weißen Blutkörperchen, sodass der Organismus auch noch von Bakterien und anderen Erregern angegriffen wird. Bei schweren Formen tritt innerhalb von 24 bis 48 Stunden der Tod ein. Welpen sterben oft im Alter von drei bis zwölf Wochen, ohne groß Symptome gezeigt zu haben. In diesem Fall führt der Befall des Herzmuskels zum Tod.

Der Erreger dringt über die Nasen- und Maulschleimhaut in den Körper ein (Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage). Da das Virus zur Vermehrung Zellen mit hoher Teilungsrate benötigt, befällt es besonders die sich fortwährend stark regenerierenden Zellen des Darmepithels, des Knochenmarks und des lymphatischen Systems. Ferner kann der Herzmuskel befallen sein, auch Embryoschädigungen sind beschrieben. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über den Kot, möglicherweise auch mittels Speichel und Erbrochenem.

Prophylaxe

Vorbeugend gegen eine Infektion mit Parvo kann eine Impfung wirken.  Daher sollten Hunde mittels einer Grundimmunisierung und  Wiederauffrischungsimpfungen geschützt werden. Weil Hundewelpen oft noch sehr lange über einen Schutz durch mütterliche Antikörper verfügen, kann der richtige Zeitpunkt für den Beginn einer Grundimmunisierung variieren.

Zwingerhusten

Parainfluenza ist der allseits bekannte Zwingerhusten, der besonders dort auftritt wo viele Hunde eng zusammen leben. Der Zwingerhusten wird durch unterschiedliche Erreger ausgelöst.

Symptome

Das Hauptsymptom ist starker Husten. Der Husten ist anfallartig trocken und stark und kann auch mit Niesen gekoppelt sein – er hört sich oft bellend an und erweckt den Eindruck der Hund hätte etwas im Rachen hängen. Fieber und Ausfluss aus Nase und Augen sind weitere Symptome. Manchmal tritt der Husten nicht dauerhaft auf, sondern nur bei Belastung wie Laufen, Toben oder Spielen. Bei der Infektion kann es auch zu Mandel- & Rachenentzündungen bis hin zur Lungenentzündung kommen.

Da die Krankheitserreger überall vorkommen, besteht ebenfalls ein Infektionsrisiko, falls sich Hunde aus unterschiedlichen Haltungen im Rahmen von Veranstaltungen (z. B. bei einer Hundeausstellung oder in einer Welpengruppe) begegnen und dabei viel Kontakt miteinander haben.

Bei den meisten Hunden kommt es wieder zu einer vollständigen Gesundung. Eine durch den Tierarzt verordnete Gabe von Antibiotika in Kombination mit hustenlindernden Medikamenten kann erforderlich sein. Antibiotika wirken jedoch nur gegen die bakteriellen Erreger. Meist heilt der Zwingerhusten nach 1 bis 2 Wochen von selbst wieder ab, aber gerade bei jungen und geschwächten Tieren kann es zu Komplikationen und bleibenden Schäden oder gar Todesfolge kommen.

Leptospirose

Leptospirose ist ebenfalls eine durch Leptospiren hervorgerufene ansteckende Infektionskrankheit.

Symptome

Bei Leptospiren unterscheidet man Hauptwirte, also Tierarten, an die sich die jeweilige Bakterienart angepasst haben, sowie Nebenwirte, welche nur gelegentlich durch den Erregertyp infiziert werden.

Hunde sind Hauptwirte von Leptospira canicola und L. bataviae. Als Nebenwirt kann der Hund auch durch L. icterohaemorrhagiae, L. copenhagen, L. australis, L. grippotyphosa, L. pomona, L. sejroe, L. saxkoebing und L. bratislava infiziert werden. Während früher ausschließlich Infektionen durch Leptospira canicola und icterohaemorrhagiae klinisch beim Hund relevant waren, werden in jüngerer Zeit auch Infektionen mit den anderen Serovaren beobachtet.

Die Verteilung dieser Erreger variiert in Europa beträchtlich. In Deutschland sind derzeit vor allem L. bratislava und L. copenhageni verbreitet. Leptospiren werden von infizierten Tieren im Urin ausgeschieden und über Haut oder Schleimhäute aufgenommen. Als derzeitiger Hauptübertragungsweg gilt die Aufnahme von mit Rattenharn verunreinigtem Wasser z.B. in Pfützen. Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 7 Tage, in der sich der Erreger im Blut verbreitet und von Antikörpern in 7 bis 10 Tagen verdrängt wird. Sie setzen sich dann in verschiedenen Organen, vor allem in der Niere, aber auch Leber, Milz und Lymphknoten fest. In der Niere verursachen die Leptospieren eine interstitielle Nephritis mit Störung der Tubulusfunktion oder sogar Tubulusnekrose.

Symptome sind Fressunlust, Erbrechen und Fieber, abgeschlagen, bewegungsarm, erschwerte Atmung, manchmal auch Gelbsucht, Blutungen und Gewebsdefekte der Maulschleimhaut, Muskelzittern oder blutigen Stuhl, häufige Harnabgabe, Nierenversagen, Husten (eventuell auch Bluthusten) und Atemnot. In einer retrospektiven Studie wurde bei 70% der an Leptospirose erkrankten Hunde Lungenveränderungen festgestellt, von Hunden mit schwerer Atemnot überlebte nur ein Drittel die Erkrankung.

Therapie

Die Behandlung erfolgt durch Antibiotika.

Prophylaxe

Für eine Impfung gibt es Impfstoffe von allen größeren Herstellern. Der Impfschutz währt allerdings weniger als ein Jahr und schützt bei den meisten Impfstoffen nur gegen L. canicola und L. icterohaemorrhagiae, nicht aber gegen die mittlerweile viel häufiger vorkommenden anderen Serovare. Die Leptospiroseimpfung ist zwar in der aktuellen Diskussion zur Verlängerung der Impfintervalle ausdrücklich ausgenommen und wird nach den derzeitigen Impfempfehlungen nach wie vor jährlich empfohlen, eine Erweiterung des verimpften Erregerspektrums und eine Reduktion des Impfintervalls auf 6 Monate scheinen aber erforderlich. 2013 wurde ein Impfstoff von Zoetis zugelassen, der neben L. canicola und L. icterohaemorrhagiae auch gegen L. grippotyphosa sowie Tollwut schützt (Versican L3R), MSD Intervet brachte 2013 einen Impfstoff mit den Komponenten L. canicola, L. icterohaemorrhagiae, L. grippotyphosa und L. australis/L. bratislava (Nobivac L4) auf den Markt.

Tollwut

Tollwut ist eine Viruserkrankung durch das Rabiesvirus, die eine tödliche Gehirnentzündung verursacht. Hauptüberträger ist in den europäischen Ländern der Fuchs, während beispielsweise in Indien streunende Hunde als Hauptinfektionsquelle gelten.

Symptome

Erkrankte Hunde werden besonders aggressiv, sind bissig, übererregt, zeigen einen gesteigerten Geschlechtstrieb und bellen unmotiviert („rasende Wut“). Später stellen sich Lähmungen ein, die zu heiserem Bellen, Schluckstörungen (starkes Speicheln, Schaum vor dem Maul), Heraushängen der Zunge führen und infolge der Lähmung der Hinterbeine kommt es zum Festliegen. Die Phase der „rasenden Wut“ kann auch fehlen und die Tollwut gleich mit den Lähmungserscheinungen beginnen („stille Wut“).

Bei Wildtieren führt eine Tollwut häufig zum Verlust der Scheu vor dem Menschen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass viele verstädterte Wildtiere wie Füchse und Waschbären diese ohnehin nicht mehr aufweisen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwei bis acht Wochen. Die mit dem Tod endende Krankheit dauert zwischen einem Tag und einer Woche.

Nach einer Schätzung der WHO sterben jährlich 55.000 Menschen an Tollwut, 99% davon in Entwicklungsländern in Asien (56%) und Afrika (44%). In Deutschland sind zwischen 1977 und 2000 fünf Fälle von Tollwut registriert worden (in Europa 281), von denen drei ihren Ursprung im Ausland hatten. 40% der Opfer von Tierbissen von mutmaßlich mit Tollwut infizierten Tieren sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Weltweit werden jährlich mehr als 15 Millionen Menschen aufgrund des Verdachts, sich der Tollwut ausgesetzt zu haben, behandelt, wodurch schätzungsweise 327.000 durch Tollwut bedingte Todesfälle verhindert werden.

Ohne vorherige Impfung oder Postexpositionsprophylaxe (PEP) nach einer Ansteckung verläuft die Infektion innerhalb von 15 bis 90 Tagen – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – immer tödlich. Die Postexpositionsprophylaxe muss dabei möglichst schnell erfolgen, am besten Stunden nach einer möglichen Infektion bzw. innerhalb der ersten 24 Stunden.

Prophylaxe

Louis Pasteur entwickelte 1885 die erste Tollwut-Impfung mit abgeschwächten Erregern und rettete durch eine Impfung am 6. Juli 1885 das Leben von Joseph Meister, der von einem tollwütigen Hund gebissen worden war. Bei der vorbeugenden Impfung gegen Tollwut handelt es sich um einen Totimpfstoff, der meist aus inaktivierten Tollwut-Viren besteht, die die Krankheit nicht mehr auslösen können.

Es gibt kein bekanntes Heilmittel gegen Tollwut, deshalb sollte man impfen. Nach einer Infektion und Überschreitung der Frist für eine postexpositionelle Prophylaxe (nachträgliche Impfung) wurde in letzter Zeit eine Behandlung mit antiviralen Medikamenten, Virostatika, und zeitgleicher Sedierung zur Stoffwechselreduzierung versucht. Diese Therapieversuche waren jedoch bisher nicht erfolgreich, da nur einige wenige Patienten eine solche Behandlung mit schwersten Gehirnschäden überlebten. Als erster Mensch, der eine solche experimentelle Therapie (bekannt geworden als Milwaukee Protokoll) nach einer Infektion weitestgehend ohne schwerwiegende Folgeschäden überstanden hat, galt 2004 die damals 15-jährige Jeanna Gieseaus den USA. 2011 überlebte ein achtjähriges Mädchen mit Hilfe derselben Therapie.

Verbreitung

Um die Verbreitung der Krankheit zu bekämpfen, besteht für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr mit kleinen Haus- und Heimtieren schon seit Langem eine allgemeine Impfpflicht gegen Tollwut. Weltweit betrachtet sind Haushunde die wichtigste Infektionsquelle für Tollwut beim Menschen; sie sind für 99 Prozent der Todesfälle verantwortlich. Jährlich gibt es etwa 50.000 registrierte Infektionen durch Hunde beim Menschen. Impfkampagnen und Kontrolle der Hundepopulation sind die einzige Möglichkeit, die Tollwut wirksam zu bekämpfen. Deutschland gilt seit April 2008 als Tollwut-frei, allerdings nicht was die Fledermaustollwut betrifft. Es treten durch die Globalisierung auch immer wieder Tollwutfälle bei Hunden & Menschen auf, so dass eine Impfung nach wie vor Leben rettet. Die Erreger der Fledermaustollwut sind eng verwandt mit denen der Hundetollwut – auch hiergegen helfen diese Impfstoffe.

Impfempfehlung

Bei der richtigen Impfempfehlung scheiden sich die Geister und offenbar ist sich selbst die Impfstoffherstellerfirma nicht ganz sicher, wie den nun geimpft werden soll. Von der Firma Intervet findet man auf der Webseite www.impfung-hund.de die Empfehlung des Tierarztverbandes (links aufgeführt) aber in der eigenen Packungsbeilage der Impfung findet sich eine andere Empfehlung (hier rechts aufgeführt). Die meisten Tierärzte halten sich an das Impfschema der Packungsbeilage – immerhin 🙂 – aber viele Tierärzte wollen die Tollwut Impfung nach einem Jahr noch einmal wiederholen, obwohl diese von Anfang an bereits für 3 Jahre gültig sein soll.

Empfehlung Tierärzteverband & Intervet

Der Tierärzteverband, die Firma Intervet, die Medizinischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München und auch die American Animal Hospital Association empfehlen folgendes Impfschema:

Frühimmunisierung für besonders gefährdete Welpen

  • Ab 3 Wochen BbPi (intranasale Zwingerhustenimpfung)
  • Ab 4 Wochen Parvo oder SP

Impfschema für Hunde ohne besondere Infektionsrisiken

Grundimmunisierung

  • Ab 8 Wochen SHPPi+L
  • Ab 12 Wochen SHPPi+LT
  • Ab 16 Wochen* SHPPi+LT
  • Ab 15 Monaten* SHPPi+LT

Nachimpfungen

  • Alle 3 Jahre SHPT (Empfehlungen der StiKo Vet.)
  • Jährlich Pi, Lepto **
  • Alle 3 Jahre SHPPi+LT

WSAVA Impfempfehlung

Entgegen aller gängigen Impfempfehlung hat die WSAVA (World Smallest Animal Veterinary Association) eine Impfempfehlung heraus gegeben (Stand 20. Mai 2013), die besagt, dass Hunde nur noch zwei Mal als Welpe geimpft werden sollen und danach wahrscheinlich für ihr Leben ausreichend geschützt sind.

Sie sollen gegen Staupe, Pavovirose & Hepatitis geimpft werden. Zwingerhusten ist mit unserer Grippeschutzimpfung zu vergleichen und nicht mehr notwendig, da es zu viele unterschiedliche Stämme gibt. Die Wiederholungsimpfung soll im Alter von 14-16 Wochen stattfinden, da die meisten Welpen zuvor durch die mütterlichen Antikörper noch geschützt sind und diese die Immunisierung der Erstimpfung ggfs. aufheben.  Mit 12 Monaten soll dann eine letzte Auffrischung erfolgen, die aber auch bei einem ausreichend hohen Titer (Antikörperbestimmung im Blut) ausbleiben kann.

Nebenwirkungen

In den ersten Tagen nach der Impfung kann es an der Injektionsstelle zu begrenzten, manchmal schmerzhaften Lokalreaktionen kommen, die einige Tage andauern können, z.B. Schwellungen & Rötungen.

In Ausnahmefällen können beim Impfling allergische Reaktionen – mit möglichen klinischen Symptomen wie Lethargie, Hyperthermie, Juckreiz, Gesichtsödem, Urtikaria, Erbrechen und Durchfall – auftreten. Solche Reaktionen klingen ohne Behandlung ab.

Empfehlung Intervet Nobivac® SHPPi

Intervet empfiehlt in ihrer Packungsbeilage zum Impfstoff Nobivac SHPPI folgendes – keine Sorge ich fass die Erkenntnisse weiter unten noch einmal in Form eines Impfschemas zusammen:

Zur Grundimmunisierung gegen Staupe, H.c.c., Parvovirose und Parainfluenza ist eine einzige Impfung ab einem Lebensalter von 12 Wochen ausreichend.
Die erste Impfung gegen Staupe, H.c.c., Parvovirose und Parainfluenza kann auch zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden, allerdings ist dann eine Nachimpfung 2-4 Wochen nach der ersten Impfung (ca. 12 Wochen Lebensalter) […] Die Leptospirosekomponente kann ab der 8. Lebenswoche, die Tollwutkomponente ab der 12. Lebenswoche gleichzeitig geimpft werden.

Wiederholungsimpfung:
Staupe, H.c.c. und Parvovirose: eine Impfung im Abstand von 3 Jahren
Parainfluenza: eine Impfung jährlich (bei hohem Infektions- risiko wird empfohlen, die Hunde zweimal jährlich gegen Parainfluenza zu impfen.)

Weiterhin heißt es dann in der Packungsbeilage des Leptospirose & Tollwut-Impfstoffes:

Der Impfstoff ist für Hunde ab einem Alter von 8 Wochen vorgesehen und sollte insbesondere dann eingesetzt werden, wenn eine Impfung gegen Tollwut und Leptospirose zum gleichen Zeitpunkt vorgesehen ist. Die Grundimmunisierung gegen Leptospirose besteht aus 2 Impfungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen.

Die Grundimmunisierung gegen Tollwut besteht aus einer Impfung.

Ein Tollwutimpfschutz im Sinne der Tollwut-Verordnung besteht nur dann, wenn Welpen zum Zeitpunkt der Impfung nicht jünger als drei Monate sind.

Sofern die Erstimpfung früher verabreicht wird, ist eine weitere Impfung 2 bis 4 Wochen später bei einem Lebensalter von mindestens 12 Wochen zu verabreichen.

Grundimmunisierung: 

  • Alter 8 -12 Wochen: zwei Impfungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen, zweite Impfung frühestens ab einem Lebensalter von 12 Wochen
  • Alter ab 12 Wochen: eine Impfung; bisher nicht geimpfte Hunde sollten 2 bis 4 Wochen vor oder nach der Impfung mit Nobivac LT zusätzlich mit dem Intervet-Impfstoff gegen Leptospirose geimpft werden.

Wiederholungsimpfung:
Leptospiren-Komponenten: alle 6-12 Monate in Abhängigkeit von der belegten Dauer der Immunität.

Tollwut-Komponente: 
alle 3 Jahre (nationale Bestimmungen sind zu berücksichtigen)

Daraus ergibt sich folgendes Impfschema:

Grundimmunisierung für 8 Wochen alte Welpen:

  • SHPPIL mit 8 Wochen
  • 2 Nachimpfung 2-4 Wochen später mit ca. 12 Wochen nochmals gegen SHPPIL + T (bei Bedarf)
    („Diese zweite Impfung gegen Staupe, H.c.c., Parvovirose und Parainfluenza ist bei Welpen aufgrund der eventuell zuvor noch vorhandenen maternalen Antikörper notwendig.“ Bei Menschen impft man 2 Mal, da nicht alle Menschen auf lebende Impfstoffe, so wie z.B. bei SHPPI beim Hund, mit Gedächniszellen reagieren.)

oder Grundimmunisierung für 12 Wochen alte Welpen:

  • Einmalige Impfung mit SHPPIL + T (bei Bedarf)
  • 2 Nachimfpung 2-4 Wochen später mit ca. 16 Wochen nur gegen Leptospirose! (Todimpfstoffe müssen (beim Menschen) wiederholt werden, da der Organismus nicht so viele Gedächniszellen hat, wie bei Lebendimpfstoffen.)

Nachimpfungen:

  • Alle 3 Jahre: Staupe, H.c.c. und Parvovirose & Tollwut
  • Jährlich Leptospirose & Parainfluenza

„Bis vor wenigen Jahren war man der Meinung, Impfungen schadeten nie. Auch wenn sie vielleicht nicht nützen, stellen sie zumindest keine Gefahr dar. Inzwischen wissen wir, daß das nicht so ist.“
(Prof. Dr. Marian Horzinek (Universität Utrecht), WDR-Interview, Januar 2001)

Beginn & Dauer der Immunität

Beginn der Immunität:

  • für Staupe, H.c.c. und Parvovirose: 1 Woche nach Impfung
  • für Parainfluenza: 4 Wochen nach Impfung
  • Leptospiren-Komponenten: 4 Wochen nach Abschluss der Grundimmunisierung (d.h. 12 Lebenswoche)
  • Tollwut-Komponente: Eine schützende serologische Antwort von > 0,5 I.E. ist in der Regel 3 Wochen nach Impfung zu erwarten.

-> d.h. Welpenspielgruppenbesuch mit 10 Wochen ist eigentlich zu früh und sollte, um eine vollständige Immunität zu gewährleisten, erst ab der 12. Woche erfolgen. Dies kollidiert aber mit der Sozialisierungsphase (bis 16. Lebenswoche), in der der Welpe möglichst viele Eindrücke sammeln sollte, da er diese jetzt besonders einfach wie ein Schwamm aufsaugen kann.

Dauer der Immunität:

  • für Staupe, H.c.c. und Parvovirose: 3 Jahre
  • für Parainfluenza: 1 Jahr
  • Leptospiren-Komponenten: 1 Jahr für Serogruppe Canicola und 6 Monate für Serogruppe Icterohaemorrhagiae
  • Tollwut-Komponente: 3 Jahre

„Eine Praxis, die vor vielen Jahren einsetzte und der es an wissenschaftlicher Gültigkeit oder Rechtfertigung mangelt, sind jährliche Wiederholungsimpfungen. Für jährliche Revakzinierungen besteht fast ohne Ausnahme keine immunologische Notwendigkeit. Immunität gegen Viren hält über Jahre oder das ganze Tierleben lang an. Eine wirksame Impfung gegen die meisten bakteriellen Krankheitserreger ruft ein immunologisches Gedächtnis hervor, das über Jahre anhält und es dem Tier ermöglicht, eine protektive anamnestische (sekundäre) Antwort zu entwickeln, wenn es virulenten Organismen ausgesetzt ist. Einzig die Immunantwort auf Toxine erfordert Auffrischimpfungen (zum Beispiel wird die Tetanustoxin-Auffrischung alle sieben bis zehn Jahre empfohlen). Toxin-Impfstoffe werden aber bei Hunden und Katzen gegenwärtig gar nicht verwendet.“
(T. R. Philipps/R. D. Schultz, Kirk’s Current Veterinary Therapy, 1992)

Welche Stoffe werden meinem Hund geimpft?

Beispielhaft ziehe ich hier die Impfstoffe Nobivac® SHPPi und Nobivac® LT heran, da unsere Welpen mit diesen Produkten geimpft werden (sicherlich wirst du aber bei der Recherche anderer Impfstoffe ähnliche Zusammensetzungen finden). Außerdem markiere ich einige Begriffe farbig. Zu diesen Begriffen/Farben findest du weiter unten jeweils weitere Erklärungen.

Zusammensetzung von Nobivac® SHPPi:

 1 Dosis (1 ml) enthält:

Lyophilisat:

Arzneilich wirksame Bestandteile:

  • Staupevirus (Stamm Onderstepoort):  mind. 104,0 GKID50*, max. 106,0 GKID50 Wirtssystem: VERO
  • Canines Adenovirus Typ 2 (St. Manhatten LPV 3):  mind. 104,0 GKID50, max. 106,5 GKID50 Wirtssystem: MDCK
  • Canines Parvovirus (patentierter Stamm 154):  mind. 107,0 GKID50, max. 108,4 GKID50 Wirtssystem: FEF oder A72
  • Canines Parainfluenzavirus (Stamm Cornell):  mind. 105,5 GKID50, max 107,0 GKID 50 Wirtssystem: VERO

* Gewebekultur-infektiöse Dosis 50 %

Lösungsmittel:

  • Nobivac® Solvens
  • Phosphat-gepufferte physiologische Kochsalzlösung

Zusammensetzung von NOBIVAC® LT

Eine Dosis (1 ml) enthält:

Arzneilich wirksame Bestandteile: 

  • Inaktiviertes Tollwutvirus, Stamm Pasteur RIV:  mind. 3 IU (1)
  • Leptospira interrogans, inaktiviert,
    • Serogruppe Canicola Stamm Ca-12-000  mind. 40 PD80 (2)
    • Serogruppe Icterohaemorrhagiae Stamm 820K  mind. 40 PD80 (2)  1 IU=Internationale Einheiten,

(1) bestimmt im Potency-Test an der Maus
(2) 80 % der gemäß den Vorschriften des Europäischen Arzneibuchs mit 1/40 einer Hundedosis immunisierten Hamster müssen gegen eine Belastungsinfektion geschützt sein; PD = protektive Dosis

Adjuvans:

  • Aluminiumphosphat 0,66 mg Al

Konservierungsmittel: 

  • Thiomersal 0,1 mg   Wirtssystem (Tollwutvirus): BHK-Zellen

Was bedeuten die Inhaltsstoffe nun?

VERO-Zellen: Zellen aus Affennieren

Aluminiumhydroxyd: ein Aluminiumsalz, das als starkes Allergen bekannt ist. Weitere Aluminiumverbindungen in Impfungen sind Aluminiumphosphat und Aluminiumsulfat. Aluminiumalze fördern die Entstehung von Alzheimer und verschiedenen Krebsarten, z.B. Brustkrebs, und können zahlreiche Autoimmunerkrankungen auslösen.

Thiomersal: = Ethyl-Quecksilber-Thiosalicylat
Eine Quecksilberverbindung, die zur Konservierung benützt wird. Thiomersal besteht zu fast 50% aus hochgiftigem Quecksilber. Achtung! Quecksilber kann sich auch hinter anderen Begriffen verstecken!

Formaldehyd: gilt lt. WHO als krebserregend

Weitere interessante Fakten zu Impfstoffen

Weitere Fakten

(entnommen aus www.impffrei.at)

„Humane diploide Lungenfibroplasten: Zelllinien, die aus abgetriebenen Föten hergestellt werden. […]“

„Antibiotika: werden Impfstoffen beigemengt, um die Ausbreitung schädlicher Keime im Impfstoff zu verhindern. Außerdem sollen sie etwaig auftretende Immun- oder Überreaktionen dämpfen und legen die natürliche Immunantwort zum Teil lahm!

Kritische Wissenschaftler vermuten, dass Impfreaktionen und Impfschäden dadurch zeitlich verschoben werden. Man beobachtete Impfschäden nämlich am häufigsten 2 bis 4 Wochen nach einer Impfung, manche sogar erst Monate oder Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt lassen sich Impfschäden noch schwerer nachweisen, als wenn sie direkt nach einer Impfung auftreten. Viele dieser Reaktionen werden nicht einmal als Impfschäden vermutet oder gemeldet.

Nanopartikel als Wirkverstärker: Dr. Stefan Lanka (Mikrobiloge und Virologe) warnt vor dem Einbringen von Nanoteilchen in den Körper, da sie durch ihre Winzigkeit das Nervensystem und Gehirn schädigen können.

Die Folgen einer solchen Schädigung sind Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Schlaf- und Atmenstörungen bis hin zu Lähmungen und Ersticken, Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer, u.v.m.

Artfremdes Eiweiß, z.B. Hühnereiweiß: Es handelt sich dabei um Reste aus dem Herstellungsprozess. Fremdes Eiweiß wirkt injiziert völlig anders als verspeist. Der Impfcocktail gelangt dabei direkt ins Blut (Impfungen werden in stark durchblutete Muskeln injiziert.). Dies ist widernatürlich.

Alle phylikalischen und biologischen Abwehrbarrieren, wie man sie in Haut, Schleimhaut, Mandeln, Magensäure, lymphatischem Gewebe des Darmtraktes, Leber, u.v.m. findet, werden dadurch umgangen. Solche „Verletzungen“ kommen in der Natur nicht vor. Der Organismus ist dadurch total überfordert.

Fremdeiweiß kann zu Abstoßungsreakionen bis hin zu schweren allergischen Schocks führen.

Phenoxyethanol: Weitere Namen: Phenoxyethanol, 2-Phenoxy-1-ethanol, Phenylcellosolve, Monophenylglykol, Ethylenglykolmonophenylether.

Phenoxyethanol ist eine organische Verbindung und tritt bei bei Raumtemperatur als farblose, viskose Flüssigkeit auf. Die Dämpfe sind schwerer als Luft. Verwendung findet es als Konservierungsstoff.

Außerdem kann es je nach Dosierung zum Beruhigen, Betäuben oder Einschläfern von Fischen verwendet werden. Kann Allergien auslösen.

Gesundheitsschädlich beim Verschlucken. Reizt die Augen. Darf nicht in den Untergrund bzw. in das Erdreich gelangen. Darf nicht in die Kanalisation, das Oberflächenwasser und Grundwasser gelangen.

(wikipedia.de, Sicherheitsdatenblatt)

Ethanol: Weitere Namen: Ethylalkohol, Äthanol (standardsprachlich), Äthylalkohol(standardsprachlich), Weingeist, Spiritus, Alkohol (umgangssprachlich).

Ethanol ist ein wichtiges organisches Lösungsmittel, eine Grundchemikalie in der Industrie und ein Desinfektionsmittel. Eine der technischen Hauptverwendungen von Ethanol ist die Nutzung als Biokraftstoff, als so genannter Bioethanol.

Ethanol ist brennbar. Die Dämpfe sind schwerer als Luft.

Reizt die Augen und die Schleimhäute. In großen Mengen aufgenommen, bewirkt Ethanol Schwindel, Rausch, Narkose, Atemlähmung. (wikipedia.de, Sicherheitsdatenblatt)“

Impfstoffherstellung

(entnommen aus www.impffrei.at)

„Da Viren nur in lebenden Systemen existieren und sich vermehren können, werden sie gewöhnlich im Tier selbst, in Zellkulturen und befruchteten Hühnereiern gezüchtet oder aus dem Blut infizierter Tiere gewonnen.

Beispiele für „Züchtungsmedien“ sind Hirngewebe von Kaninchen, Nierengewebe von Hunden, Meerschweinchen, Kaninchen und Affen, Eiweiß von Hühner- oder Enteneiern, Hühnerembryos, Kälberserum, Blut vom Pferd oder Schwein und Eiter aus Kuhpocken.

Es handelt sich wohlgemerkt immer um lebendige Tiere!

Jede Impfung mit lebenden oder inaktivierten Viren stellt, wie bereits erwähnt, ein potentielles Risiko dar. Besonders Affenviren werden von Forschern für besonders gefährlich gehalten.

Affen sind Träger zahlreicher Viren, die bei ihrem Wirt völlig harmlos sind, jedoch bei der Überquerung der Artenschranke, d.h. wenn sie in ein anderes Lebewesen gelangen, besonders aggressiv und gefährlich werden können.

Jede Art hat grundsätzlich ihre für sie spezifisch eigenen Typen von Mikroben, die sich in Millionen Jahren der Evolution entwickelt und als brauchbar erwiesen haben. Viren, die für eine Art ungefährlich sind, können für eine andere Art gefährlich und sogar tödlich sein.

Es ist aber auch möglich, dass zwei nicht virulente Viren, die bei einer Impfung gemischt werden, durch Wechselwirkung im Organinsmus eine tödliche Krankheit erzeugen. Dies gilt besonders für Mehrfachimpfstoffe bzw. das gleichzeitige Verabreichen mehrerer Impfstoffe auf einmal.“

„Die jährliche Vakzinierung gegen alles und jedes ist eher Folklore.“
(Prof. Dr. Marian Horzinek (Universität Utrecht), Tierarztkongreß Düsseldorf, November 2000)


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