Grundkommandos erlernen

Australian Shepherd Züchter aus Krefeld (NRW)

Grundkommandos erlernen

Auf die­ser Sei­te möch­te ich euch ver­schie­de­ne Grund­kom­man­dos er­klä­ren, die euer Wel­pe in der nächs­ten Zeit er­ler­nen soll­te und vor al­lem möch­te ich euch Wege auf­zei­gen, wie ihr die­se dem Hund bei­bringt. Zu­nächst musst du die klas­si­sche und ope­ran­te Kon­di­tio­nie­rung ver­ste­hen, da­mit du weißt, wie dein Hund lernt.

Konditionierung

Un­ter dem Be­griff Kon­di­tio­nie­rung ver­steht man eine von dem rus­si­schen Psy­cho­lo­gen Iwan Pe­tro­witsch Paw­low und dem Be­ha­vio­ris­ten B.F. Skin­ner be­grün­de­te Lern­theo­rie, die Rei­ze mit Rei­zen oder Rei­ze mit Re­ak­tio­nen ver­knüpft.

Klassische Konditionierung

Paw­low ist der Be­grün­der der klas­si­schen Kon­di­tio­nie­rung. Er be­ob­ach­te­te, dass ei­ni­ge sei­ner Ver­suchs­hun­de be­reits vor der Füt­te­rung Spei­chel pro­du­zier­ten und ab­son­der­ten. Er er­kann­te, dass dies nur bei den Hun­den ge­schah, die das Ex­pe­ri­ment be­reits kann­ten. Der Spei­chel­fluss konn­te also nicht von dem Ge­ruch oder dem An­blick des Fut­ters ent­ste­hen. Um die­se Er­kennt­nis zu prü­fen, ließ Paw­low zeit­gleich mit der Füt­te­rung eine Glo­cke er­tö­nen. Nach we­ni­gen Wie­der­ho­lun­gen reich­te das Er­tö­nen der Glo­cke be­reits aus, um Spei­chel­fluss beim Hund zu pro­du­zie­ren.

Der vor­her neu­tra­le Reiz (= Glo­cken­ton) wur­de durch As­so­zia­ti­on zu ei­nem be­ding­ten Reiz, der al­lei­ne fast die­sel­be Re­ak­ti­on (= Spei­chel­fluss) aus­lö­sen kann, wie der un­be­ding­te Reiz (= Fut­ter), mit dem er ge­kop­pelt wur­de. Aus der un­be­ding­ten Re­ak­ti­on (= Spei­chel­fluss) auf das Fut­ter wur­de eine be­ding­te Re­ak­ti­on auf den Glo­cken­ton.

Auf­bau der Skin­ner Box
Quel­le: V1nzorg [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)]

Sche­ma der klas­si­schen Kon­di­tio­nie­rung am Bei­spiel des Paw­low­schen Hun­des
Quel­le: Direcoes_anatomicas.svg: RhcastilhosClochette.png: Vin­cent Da­net­de­ri­va­ti­ve work: Ma­gen­taGreen [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Instrumentelle & operante Konditionierung

Skin­ner hat die Ex­pe­ri­men­te von Ed­ward Lee Thorn­di­ke aus dem 19. Jahr­hun­dert fort­ge­führt und gilt des­halb als ei­ner der Haupt­be­grün­der der Ope­ran­ten Kon­di­tio­nie­rung. Bei die­ser Form der Kon­di­tio­nie­rung wer­den Reiz – Re­ak­ti­ons­mus­ter zu spon­ta­nem Ver­hal­ten er­lernt.

Die Häu­fig­keit ei­nes Ver­hal­tens kann durch Be­loh­nung ver­stärkt oder durch Be­stra­fung ver­rin­gert wer­den. Skin­ner ent­wi­ckel­te die so­ge­nann­ten Skin­ner-Bo­xen (ähn­li­che Bo­xen hat­te Thorn­di­ke be­reits mit Kat­zen ent­wi­ckelt), bei de­nen die Ver­suchs­tie­re bei Be­tä­ti­gung ei­nes He­bels ent­we­der po­si­ti­ve oder ne­ga­ti­ve Kon­se­quen­zen be­ka­men und so die Wahr­schein­lich­keit, dass die Tie­re den He­bel be­tä­tig­ten ver­stärkt oder ver­rin­gert wur­de.

Ver­hal­ten wird wie­der­holt ge­zeigt, wenn es eine po­si­ti­ve Ver­stär­kung er­fährt (z.B. Be­loh­nung, Lob) oder eine ne­ga­ti­ve Ver­stär­kung, in dem z.B. un­an­ge­neh­me Rei­ze ab­ge­wen­det oder ab­ge­schal­tet wer­den (z.B. Strom­schlä­ge & Lärm).

Ver­hal­ten wird hin­ge­gen nicht mehr ge­häuft ge­zeigt, wenn es mit po­si­ti­ver oder ne­ga­ti­ver Be­stra­fung ver­knüpft wird. Bei­spie­le für po­si­ti­ve Be­stra­fung sind z.B. Strom­schlä­ge oder Lärm. Ne­ga­ti­ve Be­stra­fung hin­ge­gen meint die Weg­nah­me von Fut­ter oder sons­ti­gen An­nehm­lich­kei­ten.

Be­loh­nungBe­stra­fung
+Po­si­ti­ve Ver­stär­kung (Fut­ter / Lob / Strei­chel­ein­hei­ten)Po­si­ti­ve Stra­fe (Schlä­ge)
-Ne­ga­ti­ve Ver­stär­kung (et­was an­ge­neh­mes ent­zie­hen)Ne­ga­ti­ve Stra­fe (von et­was un­an­ge­neh­men er­lö­sen)

Los geht es…

Jetzt weißt du also wie ein Hund lernt. Durch po­si­ti­ve Ver­stär­kung z.B. die Gabe von Fut­ter kannst du die Häu­fig­keit ei­nes Ver­hal­tens er­hö­hen. Durch Be­stra­fung kannst du dem Hund aber ge­nau­so gut auch Ver­hal­ten ab­ge­wöh­nen.

Wich­tig ist da­bei, dass die Be­loh­nung oder Be­stra­fung in­ner­halb von 3 Se­kun­den nach dem ge­zeig­ten Ver­hal­ten pas­siert, da der Hund sonst sein Ver­hal­ten nicht mehr mit der Ver­stär­kung ver­bin­den kann und so nicht weiß, war­um er be­lohnt oder be­straft wur­de. Ein gu­tes Bei­spiel ist z.B. die Zer­stö­rung ei­nes Ge­gen­stan­des, den man ent­deckt, wenn man nach Hau­se kommt. Dein Hund weiß nicht, war­um du ge­ra­de stin­kig auf ihn bist. Der Hund kann dei­ne Wut nur mit sei­nem Ver­hal­ten ver­knüp­fen, wenn du ihn in fla­gran­ti er­wischt.

In der Hun­de­er­zie­hung gibt es im­mer ver­schie­de­ne Er­zie­hungs­me­tho­den und ver­schie­de­ne Wege ans Ziel, die sich ver­mut­lich auch noch der ak­tu­el­len Mode an­pas­sen ;-). Be­währt hat sich aber auf je­den Fall die po­si­ti­ve Ver­stär­kung durch Fut­ter.

Das Trai­ning mit ei­nem Kli­cker oder auch den Rück­ruf mit der Hun­de­pfei­fe nutzt üb­ri­gens die klas­si­sche Kon­di­tio­nie­rung.

Wich­tig ist es, dass du im­mer zu­erst ein Hör­zei­chen und dann ein Sicht­zei­chen für ein be­stimm­tes Kom­man­do eta­blierst. Hun­de re­agie­ren in den meis­ten Fäl­len eher auf Sicht­zei­chen, weil die­se für den Hund ein­deu­tig sind. Hör­zei­chen kön­nen sich je nach Stimm­la­ge un­ter­schied­lich für den Hund an­hö­ren.

So los geht es!

Be­waff­ne dich mit Le­cker­lis!

Ach ja na­tür­lich sind alle Kom­man­dos nicht dazu ge­dacht an ei­nem Tag er­lernt zu wer­den. Rom wur­de ja schließ­lich auch nicht an ei­nem Tag er­baut 😉 Gib dei­nem Wel­pen die Mög­lich­keit die Kom­man­dos in Ruhe zu ver­in­ner­li­chen und zu ver­ste­hen, was du von ihm möch­test. Aus­rei­chen­de Ruhe und Schlaf sind da üb­ri­gens sehr för­der­lich und du hast ja noch die nächs­ten 15 Jah­re Zeit, also kei­ne Pa­nik!

Die Übungs­zeit gibt die un­ge­fäh­re Zeit an, bis der Hund ver­stan­den hat, was du von ihm möch­test, na­tür­lich müs­sen die Übun­gen wei­ter ver­tieft wer­den. Wenn ich dich nach­fol­gend dazu auf­for­de­re die Übun­gen zu wie­der­ho­len, dann mei­ne ich da­mit 2–5 Mal, nicht öf­ter, da die meis­ten Wel­pen dann be­reits über­for­dert sind, da­her lie­ber in klei­nen Schrit­ten vor­ge­hen und die Übung nach kur­zer Zeit ab­schlie­ßen und viel­leicht spä­ter am Tag oder so­gar erst am nächs­ten Tag noch ein­mal wie­der­ho­len.

Wich­tig und von Vor­teil ist es üb­ri­gens, wenn du die Übung po­si­tiv ab­schließt, also mög­lichst mit ei­ner kor­rekt aus­ge­führ­ten Übung!

Üb­ri­gens kannst du dei­nen Hund auch ver­bal lo­ben und po­si­tiv be­stä­ti­gen oder ihn mit ei­nem ge­mein­sa­men Spiel be­stä­ti­gen. Am bes­ten funk­tio­niert al­ler­dings der Weg über den Ma­gen. Zu­sätz­li­ches Lo­ben, lobt meist ei­gent­lich nur das ganz her­vor­ra­gen­de Fres­sen des Le­cker­lis, aber scha­den tut es si­cher­lich nicht, son­dern ver­knüpft ei­gent­lich das Lo­ben mit et­was Fress­ba­rem. Die Wor­te ”pri­ma.. fein ge­macht” und so wei­ter wer­den also nach der klas­si­schen Kon­di­tio­nie­rung (in dem Fall sind die Wor­te die Glo­cke) zu ei­nem be­ding­ten Reiz und lö­sen so die Er­war­tung auf Fut­ter aus.

Namen lernen

Dass dein Hund auf ei­nen Na­men hö­ren soll, ver­steht sich hof­fent­lich von selbst. Ein ”Ar­beits­ti­tel” macht es dir ein­fa­cher den Hund an­zu­spre­chen, wenn du et­was von ihm möch­test.

In ge­wis­ser Wei­se ist das Er­ler­nen des Na­mens auch eine Art Rück­ruf, da die meis­ten Hun­de zu ih­rem Hal­ter kom­men, wenn sie ih­ren Na­men hö­ren – es sei denn es gibt et­was In­ter­es­san­te­res 😉

Übungs­zeit: ca. 1 Tag
Schwie­rig­keit: leicht
Hilfs­per­son von Vor­teil

Schritt 1

Le­cker­lis pa­rat le­gen! Falls vor­han­den, eine zwei­te Hilfs­per­son eben­falls mit Le­cker­lis aus­stat­ten.

Schritt 2

Ruf den Na­men dei­nes Hun­des mit ei­ner ho­hen, freund­li­chen Stim­me. So­bald der Hund in dei­ne Rich­tung schaut, be­lohnst du ihn um­ge­hend mit der Gabe ei­nes Le­cker­lis.

Schritt 3

Wie­der­ho­len! Aus­sies sind ja nicht von ges­tern, ver­mut­lich lun­gert dein Wel­pe jetzt schon vor dir her­um und war­tet dar­auf, dass der Le­cker­li­au­to­mat ”Mensch” den nächs­ten Fut­ter­bro­cken her­aus­rückt, des­halb ist eine zwei­te Hilfs­per­son sinn­voll.

Schritt 4

Die zwei­te Per­son ruft nun den Na­men des Hun­des, so­bald der Wel­pe re­agiert, wird er von der zwei­ten Per­son ge­füt­tert (das kann auch an­fangs nur ein Blick sein).

Schritt 5

Nun ruft im­mer die Per­son den Na­men des Hun­des, bei dem der Wel­pe ge­ra­de nicht bet­telt.

Schritt 6

Ei­ni­ge Male wie­der­ho­len und auch in frem­der Um­ge­bung oder durch ver­schie­de­ne Zim­mer in der Woh­nung und un­ter Ab­len­kung üben.

Sitz

Das Kom­man­do ”Sitz” ist sinn­voll, wenn der Hund z.B. war­ten soll. War­ten bis du ihm die Lei­ne an­ge­zo­gen hast, bis er aus dem Auto hüp­fen darf, bis je­mand oder ein an­de­rer Hund vor­bei­ge­gan­gen ist oder vor dem Her­aus­las­sen in den Gar­ten, um ein un­kon­trol­lier­tes Her­aus­stür­men des Hun­des zu ver­hin­dern.

Bei al­len Kom­man­dos, bei de­nen du möch­test, dass der Hund dort bleibt, ist es sinn­voll ihm ein Auf­he­be­kom­man­do z.B. ”Ok” oder ”Lauf” bei­zu­brin­gen, da­mit er weiß, wann er sei­ne Po­si­ti­on wie­der ver­las­sen darf. Ein sit­zen­der Hund, der di­rekt wie­der auf­springt, ist ja ver­mut­lich nicht dein Ziel, son­dern du möch­test, dass er war­tet, bis du ihm mit­teilst, dass er wie­der auf­ste­hen darf.

Übungs­zeit: ca. 1 Tag
Schwie­rig­keit: leicht

Schritt 1

Ge­nau, du kennst es schon. Le­cker­lis pa­rat ma­chen!

Schritt 2

Nun rufst du dei­nen Hund zu dir. Mit ein biss­chen Glück hat er sich be­reits vor dich hin­ge­setzt. Wenn dies der Fall ist, dann sagst du das Kom­man­do ”Sitz” und be­lohnst ihn mit ei­nem Le­cker­li.

Schritt 2 a

Wenn der Hund sich nicht be­reits vor dich hin­ge­setzt hat, dann nimmst du ein Le­cker­li in dei­ne Hand (ge­nau ge­nom­men zwi­schen Dau­men und Mit­tel­fin­ger) und er­hebst den Zei­ge­fin­ger. Dann führst du die­se Hand über den Kopf des Hun­des. Dein Hund wird das Le­cker­li mit den Au­gen ver­fol­gen und es ir­gend­wann nicht mehr se­hen kön­nen und sich dann hin­set­zen. Nun schnell das Kom­man­do ”Sitz” aus­spre­chen und den Hund be­loh­nen. Dein Hund hat nun auch das Sicht­zei­chen für das Kom­man­do ”Sitz” er­kannt.

Schritt 2 b

Schritt 2 a funk­tio­niert nur bei nicht ängst­li­chen Hun­den, da un­si­che­re Hun­de sich vor ei­ner Hand über ih­rem Kopf er­schre­cken. Bei ängst­li­chen Hun­den musst du ab­war­ten, bis der Hund sich von al­lei­ne hin­setzt und dann sein spon­ta­nes Ver­hal­ten mit dem Kom­man­do ”Sitz” (und spä­ter auch mit dem Sicht­zei­chen er­ho­be­ner Zei­ge­fin­ger) und der Gabe ei­nes Le­cker­lis ver­stär­ken.

Schritt 3

Her­vor­ra­gend dein Hund sitzt jetzt. Nun musst du schnell sein und dei­nen Hund wie­der zum Auf­ste­hen be­we­gen, be­vor er selbst­stän­dig auf­steht, da das Kom­man­do ”Sitz” sonst sei­nen Sinn ver­fehlt hat. Nun sprichst du das Kom­man­do ”Lauf” und for­derst den Wel­pen kör­per­lich auf zu dir zu kom­men, in dem du dich klein machst und z.B. auf dei­ne Ober­schen­kel klopfst.

So­bald der Wel­pe auf­steht, be­lohnst du ihn und freust dich wie ver­rückt, da­mit der Hund lernt, dass sein Ver­hal­ten kor­rekt war.

Schritt 4

Wie­der­ho­len!

Das Auf­he­be­kom­man­do nicht ver­ges­sen. Wenn du das Ge­fühl hast, dein Hund hat ver­stan­den, was du von ihm möch­test, dann ver­län­ge­re lang­sam die Zeit, bis du das Auf­he­be­kom­man­do gibst, so er­lernt dein Hund ge­dul­dig dar­auf zu war­ten.

Jo­sie übt mit mir Sitz

Schritt 5 Perfektionieren

Wenn dein Hund sich auf Kom­man­do setzt und auch wie­der auf­steht, dann ist es an der Zeit die Übung zu per­fek­tio­nie­ren. Be­gin­ne nun dich von dem sit­zen­den Hund Schritt für Schritt zu ent­fer­nen und ihn aus der Di­stanz auf­ste­hen zu las­sen, in­dem du dich auf kur­ze Di­stanz vom Hund ent­fernst (Zu Be­ginn nur 1 Me­ter) und wenn du dei­ne Be­we­gung be­en­det hast und noch ei­nen kur­zen Mo­ment ab­ge­war­tet hast, gibst du ihm das Auf­he­be­kom­man­do. Ab­war­ten des­halb, weil vie­le Hun­de sich die Dy­na­mik der Be­we­gung ani­miert füh­len auf­zu­ste­hen. Die nächs­te Her­aus­for­de­rung be­steht dann dar­in, dass der Hund dein Weg­ge­hen ak­zep­tiert und trotz­dem sit­zen bleibt, d.h. du hebst in dem Fall das Kom­man­do erst auf, wenn du wie­der beim Hund bist, so kannst du den Hund z.B. ab­set­zen und kurz zum Bä­cker rein­sprin­gen. Be­gin­ne mit kur­zen Di­stan­zen und wer­de nicht zu schnell über­mü­tig 🙂

Platz

Das Kom­man­do ”Platz” ist dazu ge­dacht, den Hund in ei­ner Si­tua­ti­on ab­le­gen zu kön­nen. Der Hund muss län­ger auf das Auf­he­bungs­kom­man­do war­ten, des­halb sind wir mal so gnä­dig und las­sen den Hund sich hin­le­gen 😉 Du kannst die­ses Kom­man­do z.B. an­wen­den, wenn Du im Re­stau­rant bist oder ge­ra­de Be­such emp­fängst.

Für die Be­gleit­hun­de­prü­fung muss der Hund kor­rekt in der so­ge­nann­ten Sphinx Stel­lung (also mit an­ge­zo­ge­nen Hin­ter­läu­fen un­ter dem Kör­per) lie­gen. Mir per­sön­lich ist es aus­rei­chend, wenn der Hund ir­gend­wie liegt – Haupt­sa­che er liegt und steht nicht von al­lei­ne wie­der auf!

Übungs­zeit: 1–2 Tage
Schwie­rig­keit: mit­tel
Even­tu­ell Hilfs­mit­tel Stuhl sinn­voll

Schritt 1

Ge­nau rüs­te dich mit et­was Le­cke­rem aus 🙂

Ach­tung: Der Hund muss für die­se Übung das Kom­man­do ”Sitz” si­cher be­herr­schen.

Wich­tig ist auch, dass du bei die­ser Übung sehr ge­nau bist, vie­le Hun­de ver­wech­seln näm­lich Sitz und Platz und zei­gen ir­gend­wann ein­fach eins der bei­den und wer­den meist da­für auch be­lohnt, weil der Hal­ter froh ist, dass der Hund we­nigs­tens da bleibt, egal ob er liegt oder sitzt. Des­halb auch im­mer nur das Sitz be­loh­nen, wenn du möch­test, dass er sitzt und das Platz, wenn du möch­test, dass er sich hin­legt.

Schritt 2

Nun rufst du dei­nen Hund zu dir und lässt ihn mit dem Kom­man­do ”Sitz” vor dir sit­zen. Be­loh­nen nicht ver­ges­sen. Nun nimmst du ein zwei­tes Le­cker­li und führst es von der Nase des Hun­des lang­sam Rich­tung Bo­den. Ach­te dar­auf, dass der Hund dir das Le­cker­li nicht aus der Hand fres­sen kann. Pfif­fi­ge Hun­de fol­gen dem Le­cker­li und le­gen sich au­to­ma­tisch hin, wenn du das Le­cker­li vom Bo­den nun wei­ter nach vor­ne ziehst.

Legt dein Hund sich auf An­hieb hin, dann kurz dar­über freu­en, dass du so ei­nen schlau­en Hund hast, dann das Kom­man­do ”Platz” aus­spre­chen und den Hund be­loh­nen.

Schritt 2 a

Wenn dein Hund sich nicht hin­legt und im­mer wie­der auf­springt, musst du eine an­de­re Mög­lich­keit fin­den, da­mit der Hund sich hin­legt. Dazu hast du 3 Me­tho­den.

Me­tho­de 1 be­steht dar­in ab­zu­war­ten bis der Hund sich hin­legt und ihn dann nach der Kom­man­doga­be ”Platz” zu be­loh­nen. Die­se Me­tho­de dau­ert aber ziem­lich lan­ge, da du dar­auf war­ten musst, bis der Hund die ge­wünsch­te Ver­hal­tens­wei­se von sich aus zeigt.

Schritt 2 b

Eine wei­te­re Mög­lich­keit be­steht dar­in, den Hund un­ter dei­nem Bein hin­durch­krab­beln zu las­sen, bis er sich au­to­ma­tisch hin­legt. Wenn du Rechts­hän­der bist, dann lässt du dei­nen Wel­pen links ne­ben dir sit­zen. Nun kniest oder setzt du dich hin und streckst da­bei das lin­ke Bein nach vor­ne aus, so­dass zwi­schen Bo­den und dei­nem Bein ein Spalt ent­steht, zwi­schen dem der Hund durch­krab­beln kann.

Als Nächs­tes führst du die rech­te Hand mit dem Le­cker­li aus­ge­stat­tet von der rech­ten Sei­te un­ter dei­nem Bein hin­durch (ja das sieht so ähn­lich aus als wür­dest du Twis­ter spie­len…) und ver­suchst den Hund so un­ter dei­nem Bein durch­zu­lo­cken.

Wenn er sich hin­legt, dann schnell das Kom­man­do ”Platz” ge­ben und be­loh­nen.

Schritt 4

Wie­der­ho­len!

Das Kom­man­do ”Platz” übst du zu­nächst in reiz­ar­mer Um­ge­bung z.B. dei­nem Wohn­zim­mer. So­bald der Hund dort das Kom­man­do si­cher be­herrscht, kannst du be­gin­nen es auch au­ßer­halb dei­ner Woh­nung zu üben. Nach und nach nimmst du im­mer mehr Ab­len­kung z.B. vor­bei­ge­hen­de Men­schen oder z.B. ren­nen­de Men­schen oder spie­len­de Hun­de hin­zu.

Schritt 2 c

Wenn dir Schritt 2 b zu kom­pli­ziert ist bzw. mit zu viel Ver­ren­kung zu tun hat, dann hilft es je nach Grö­ße des Hun­des ei­nen Stuhl oder ei­nen Ho­cker zu neh­men und dort den Hund drun­ter durch­zu­lo­cken.

Du gehst da­bei ge­nau­so vor wie in Schritt 2 b und lockst den Hund von der rech­ten Sei­te un­ter dem Ge­gen­stand hin­durch, so­lan­ge bis er sich hin­legt.

Nun gibst du das Kom­man­do ”Platz” und be­lohnst ihn mit ei­nem Le­cker­li.

Mo­g­li im Platz

Schritt 3

Wenn du ge­schickt warst, hast du das Le­cker­li zwi­schen Zei­ge­fin­ger und Dau­men ge­nom­men und mit den rest­li­chen Fin­gern eine fla­che Hand ge­bil­det, so eta­blierst du näm­lich das Sicht­zei­chen der fla­chen Hand für das Kom­man­do ”Platz”.

So­bald der Hund nun liegt, musst du schnell das Auf­he­be­kom­man­do wie z.B. ”Lauf” ge­ben, da die meis­ten Hun­de schnell wie­der auf­sprin­gen, um die nächs­te Übung aus­füh­ren zu kön­nen. Und wir ha­ben ja ge­lernt ein Sitz oder Platz Kom­man­do bringt nichts, wenn der Hund selbst­stän­dig wie­der auf­steht.

Des­halb schnell mit ei­nem Le­cker­li aus­stat­ten (Ach­tung: pfif­fi­ge Hun­de mer­ken das und sprin­gen auf­grund des­sen wie­der auf, dann das Le­cker­li erst kurz vorm Be­loh­nen neh­men) und den Hund durch eine ein­la­den­de Kör­per­spra­che (ge­bück­te Kör­per­hal­tung, Klop­fen auf die Schen­kel, freund­li­cher Ge­sichts­aus­druck und hohe Stim­me mit dem Kom­man­do ”Lauf”) oder durch eine be­stimm­te Hand­be­we­gung wie z. B. ein Her­an­win­ken dazu brin­gen, auf­zu­ste­hen. So­bald dein Wel­pe auf­steht, be­loh­nen und über eine po­si­tiv ab­ge­schlos­se­ne Übung freu­en 🙂

Rückruf mit der Hundepfeife

Eine (Hunde)Pfeife bie­tet sich an, um den Hund zu­rück­zu­ru­fen, wenn er im Frei­lauf un­ter­wegs ist, da der Pfeif­ton im­mer gleich klingt und die Wahr­schein­lich­keit, dass der Hund nicht zu­rück­kommt, geht ge­gen 0. Wenn du ein­fach nur den Na­men dei­nes Hun­des ru­fen wür­dest, ist er sehr emp­fäng­lich für eine ner­vö­se oder ag­gres­si­ve Stimm­la­ge und er kommt des­halb viel­leicht nicht zu­rück. Ein gu­tes Bei­spiel für so eine auf­ge­reg­te Si­tua­ti­on ist z.B., wenn der Hund ei­nem Ha­sen hin­ter­her Rich­tung Stra­ße folgt.

Übungs­zeit: 1–2 Tage
Schwie­rig­keit: mit­tel
Hilfs­mit­tel Pfei­fe & ggfs. 2 Per­son nö­tig

Schritt 1

Ama­zon auf­ma­chen und nach ei­ner ge­eig­ne­ten Hun­de­pfei­fe su­chen. Du kannst z.B. eine ganz nor­ma­le Tril­ler­pfei­fe neh­men oder du suchst dir eine Hun­de­pfei­fe aus. Zu un­ter­schei­den sind hier Pfei­fen, die nur der Hund hört und Pfei­fen, die auch Men­schen hö­ren kön­nen. Ich rate dir zu ei­ner für den Men­schen hör­ba­ren Pfei­fe, da­mit du auch si­cher bist, dass du ge­pfif­fen hast und die Pfei­fe nicht de­fekt ist. Der Nach­teil bei der Kon­di­tio­nie­rung auf die Pfei­fe be­steht al­ler­dings dar­in, dass die Hun­de na­tür­lich zu je­dem kom­men, egal wer ge­pfif­fen hat. Wenn du also Pech hast und je­man­den triffst, der viel­leicht die glei­che Pfei­fe wie du ver­wen­det, dann rennt dein Hund zu ihm, an­statt zu dir.

Schritt 2

Pfei­fe aus­pa­cken, kurz tes­ten, ob sie funk­ti­ons­fä­hig ist und Le­cker­lis pa­rat ma­chen.

Schritt 3

Nun be­gibst du dich zu dei­nem Hund und pfeifst mit der Pfei­fe und gibst ihm da­nach so­fort ein Le­cker­li. Die Be­loh­nung muss un­ver­züg­lich nach dem Pfiff ge­ge­ben wer­den, da­mit der Hund den Pfiff mit dem Le­cker­li ver­knüpft. Wir er­in­nern uns an Pawlow’s Glo­cke aus der klas­si­schen Kon­di­tio­nie­rung? Ge­nau der Hund weiß nun, dass es et­was Le­cke­res gibt, wenn er den Pfiff hört.

Schritt 4

Zu­erst kon­di­tio­nierst du den Hund in ru­hi­ger Um­ge­bung auf die Pfei­fe. Von Vor­teil ist es, wenn du ge­nau wie beim Na­men ler­nen eine zwei­te Per­son mit Le­cker­lis und Pfei­fe aus­stat­test, die den Hund durch den Pfiff zu sich ruft, wenn der Hund bei dir bet­telt. Die zwei­te Per­son ruft nun zu­erst den Na­men des Hun­des, um sei­ne Auf­merk­sam­keit zu be­kom­men. Die meis­ten Hun­de ren­nen nun zu der Per­son, die ihn ge­ru­fen hat. So­bald der Hund los­sprin­tet muss der Pfiff er­tö­nen, da­mit der schlaue Hund beim An­kom­men be­lohnt wer­den kann. Es emp­fiehlt sich des­halb nicht zu gro­ßen Ab­stän­de zwi­schen den bei­den Per­so­nen zu wäh­len.

Schritt 5

Wie­der­ho­len und dann auch un­ter­wegs beim Spa­zie­ren­ge­hen üben! Zu Be­ginn im­mer mal wie­der zwi­schen­durch pfei­fen, auch wenn es kei­nen Grund gibt, dass der Hund zu­rück­kom­men soll und auch mög­lichst im­mer dann, wenn der Hund nicht ab­ge­lenkt ist. Ich emp­feh­le den Hund ru­hig bei je­dem Pfiff zu be­loh­nen und dies auch so bei­zu­be­hal­ten, so weiß der Hund, dass es im­mer 100 % et­was Le­cke­res gibt, wenn er auf den Pfiff zu­rück­kommt und das ist ja das Ziel der gan­zen Ak­ti­on, dass der Hund im­mer 100 % ab­ruf­bar ist. So­lan­ge der Hund sich in mei­ne Rich­tung be­wegt pfei­fe ich per­sön­lich wei­ter, um den Hund so­zu­sa­gen an­zu­trei­ben noch schnel­ler zu mir zu kom­men, aber das ist si­cher­lich Ge­schmacks­sa­che 🙂

Aus

In der heu­ti­gen Zeit wird das Kom­man­do ”Aus” im­mer wich­ti­ger, da im­mer häu­fi­ger Gift­kö­der aus­ge­legt wer­den oder die Men­schen ein­fach über­all ih­ren Müll lie­gen las­sen, den der Hund na­tür­lich nicht fres­sen soll. Mit dem Kom­man­do ”Aus” müsst ihr den Hund also dazu brin­gen, das Ob­jekt der Be­gier­de, das der Hund ge­ra­de ins Maul ge­nom­men hat, wie­der aus­zu­spu­cken und im bes­ten Fall zu euch zu brin­gen.

Übungs­zeit: 1–2 Tage
Schwie­rig­keit: schwie­rig

Schritt 1

In die­sem Fall braucht ihr ein ganz be­son­ders le­cke­res Le­cker­li, z.B. Fleisch­wurst oder Käse, und am bes­ten ein Spiel­zeug oder ei­nen gro­ßen Kno­chen / Rin­der­haut. Ir­gend ei­nen Ge­gen­stand, den der Hund ger­ne hät­te, aber den er nicht auf An­hieb ver­schlu­cken kann.

Schritt 2

Nun prä­sen­tiert ihr dem Hund eu­ren Kno­chen / Rin­der­haut oder was auch im­mer und lasst ihn dar­an na­gen, hal­tet den Kno­chen aber fest.

Als Nächs­tes gebt ihr das Kom­man­do ”Aus” und prä­sen­tiert dem Hund das ul­ti­ma­ti­ve ”Su­per­le­cker­li” und hal­tet es ihm di­rekt vor die Nase. Wenn der Hund das Le­cker­li fres­sen möch­te, muss er den Kno­chen un­wei­ger­lich los­las­sen. Da­nach reicht ihr dem Hund so­fort wie­der den Kno­chen. So lernt der Hund, dass das Aus­las­sen sich gleich dop­pelt lohnt, er be­kommt näm­lich das ganz be­son­de­re ”Su­per­le­cker­li” und darf da­nach so­gar noch wei­ter an dem Kno­chen kau­en.

Schritt 3

Üben, üben, üben und im­mer und im­mer wie­der wie­der­ho­len!

Mög­li­che Feh­ler­quel­len:

  1. Dem Hund nach dem Aus Kom­man­do so­fort wie­der den Kau­kno­chen an­bie­ten, sonst könn­te es pas­sie­ren, dass der Hund beim nächs­ten Mal den Kno­chen be­schützt, da er ge­lernt hat, dass er ihm ent­wen­det wird.
  2. Bit­te nicht den Feh­ler ma­chen und dem Hund hin­ter­her­lau­fen, wenn er et­was auf­ge­le­sen hat, denn dann spielt der Hund fan­gen mit euch und fühlt sich noch mehr dazu ge­nö­tigt das Ge­fun­de­ne zu fres­sen und run­ter­zu­schlu­cken.

Nein

Die meis­ten Hun­de hei­ßen am An­fang alle ”Nein”, weil sie zu­nächst ler­nen, was al­les er­laubt ist und was eben nicht. Das Kom­man­do ”Nein”, ”Tabu” oder ”Lass es” be­nutzt man im­mer dann, wenn der Hund ir­gend et­was un­ter­las­sen soll z.B. an der Lei­ne kau­en, an der Gar­di­ne zer­ren, et­was vom Bo­den auf­neh­men, je­man­den an­sprin­gen etc. Also ihr seht, die Lis­te ist lang.

Es gibt zwei Ar­ten, dem Hund das Kom­man­do bei­zu­brin­gen. Ein­mal eine mit po­si­ti­ver Be­stär­kung und ein­mal eine mit ne­ga­ti­ven Kon­se­quen­zen. Das Vi­deo zeigt die po­si­ti­ve Va­ri­an­te, die ver­wen­de ich aber bei dem Kom­man­do ”Schluss”, wie­so, wes­halb, war­um, er­klä­re ich euch im Ab­schnitt ”Schluss”.

Übungs­zeit: 1 Tag
Schwie­rig­keit: leicht

Schritt 1

Das Kom­man­do ”Nein” kann man ei­gent­lich nicht rich­tig trai­nie­ren, au­ßer mit dem po­si­ti­ven Weg im Vi­deo, ich wäh­le für mei­ne Hun­de aber im­mer den Weg der Ver­mei­dung ne­ga­ti­ver Kon­se­quen­zen, d.h. ich ver­wen­de das Kom­man­do ”Nein” wäh­rend der Auf­zucht, wenn ein Wel­pe ir­gend et­was tut, was er nicht tun darf. Nein ist also ernst ge­meint und nicht ver­han­del­bar. Nein heißt nein! Die Hun­de ler­nen re­la­tiv schnell, dass sie mit dem Un­ter­las­sen von dem was sie ge­ra­de tun, ne­ga­ti­ve Kon­se­quen­zen (also Be­stra­fung) ab­wen­den kön­nen und so po­si­tiv aus der Si­tua­ti­on her­aus­ge­hen kön­nen.

Schritt 2

Wenn ich den Wel­pen in fla­gran­ti da­bei er­wi­sche, wie er et­was ka­putt macht oder eben et­was tut, was ich nicht möch­te, dann spre­che ich mit lau­ter, dro­hen­der, be­stimm­ter Stim­me das Kom­man­do ”Nein” aus (meist so­gar noch mit dem Na­men des Wel­pen z.B. Leo Nein, da­mit der be­tref­fen­de Hund auch weiß, wer ge­meint ist) und mit ein biss­chen Glück war der Hund von mei­ner Stimm­la­ge schon so über­rascht, dass er sein Ver­hal­ten un­ter­bricht.

Schritt 2a

Un­ter­bricht der Hund das Ver­hal­ten nur auf­grund mei­ner tie­fen Stimm­la­ge, dann lobe ich ihn da­nach über­schwäng­lich.

Schritt 2b

Un­ter­bricht der Hund sein Ver­hal­ten nicht um­ge­hend, rü­cke ich ihm kör­per­lich auf den Leib und set­ze ihn z.B. be­stimmt vom Ge­gen­stand der Be­gier­de weg oder wen­de den Schnau­zen­griff an, wenn er z.B. et­was frisst. Wich­tig ist, dass die­se Un­ter­bre­chung deut­lich er­folgt, denn der Hund soll ein für al­le­mal ler­nen, dass er beim Er­tö­nen von ”Nein” auf­hört das zu tun, was er ge­ra­de tut.

Schritt 4

Ein bis zwei Mal deut­lich ma­chen, was das Kom­man­do ”Nein” be­deu­tet, dann reicht es meist aus mit be­stimm­ter Stim­me eine Hand­lung des Hun­des zu un­ter­bre­chen oder zu ver­hin­dern. Du kannst den Hund so be­reits da­von ab­hal­ten et­was zu tun, wenn er ge­ra­de auf dem Weg z.B. zur Gar­di­ne etc. ist oder wenn er was vom Bo­den fres­sen möch­te.

Mög­li­che Feh­ler­quel­len:

  1. Zu nett sein und der Hund wid­met sich gleich wie­der dem Ob­jekt der Be­gier­de
  2. Zu häu­fi­ges ver­wen­den des Kom­man­dos ”Nein” ohne ne­ga­ti­ve Kon­se­quen­zen, so­dass es für den Hund kei­ne Be­deu­tung hat.

Schluss / Tabu

Bei uns heißt das Kom­man­do ”Schluss”, dass der Hund so­fort un­ter­lässt was er ge­ra­de tut. Qua­si wie das Kom­man­do ”Nein”, das eben­falls ein Ab­bruch­si­gnal ist, aber ich per­sön­lich ver­wen­de Schluss im­mer dann, wenn 2 Hun­de sich in die Haa­re be­kom­men z.B. oder wenn ich end­gül­tig möch­te, dass die Hun­de z.B. auf­hö­ren zu spie­len. Mir per­sön­lich ist es wich­tig, dass die­ses Kom­man­do po­si­tiv mit Be­loh­nung auf­ge­baut wird, da ich im Ernst­fall ja möch­te, dass der Hund so­fort auf­hört und zu mir kommt, um sich sei­ne Be­loh­nung ab­zu­ho­len.

Übungs­zeit: 1 Tag
Schwie­rig­keit: mit­tel

Schritt 1

Wir brau­chen mal wie­der Le­cker­lis 😉 Und zwar reich­lich!

Set­ze dich nun vor dei­nen Hund und stre­cke die Hand mit ei­nem Le­cker­li je­weils ab­wech­selnd zur Sei­te aus, so wie in dem Vi­deo ge­zeigt und las­se den Hund ab­wech­selnd aus der rech­ten und dann aus der lin­ken Hand fres­sen.

Schritt 2

Nach­dem der Hund nun also brav von ei­ner Sei­te zur an­de­ren läuft, um sich sein Le­cker­li zu ho­len, sprichst du nun deut­lich das Kom­man­do ”Schluss” und schließt da­nach erst die Hand. So­bald der Hund ver­dutzt guckt und noch gar nicht ge­nau weiß was pas­siert ist, be­lohnst du ihn so­fort aus der an­de­ren Hand mit ei­nem Le­cker­li.

Schritt 3

Nun streckst du die nicht ge­schlos­se­ne Hand aus und lässt den Hund wie­der ei­ni­ge Male aus dei­nen aus­ge­streck­ten Hän­den fres­sen, bis du wie­der Schritt 2 wie­der­holst. So­lan­ge bis der Hund ver­stan­den hat, dass es sich nicht mehr lohnt die ge­schlos­se­ne Hand zu be­ar­bei­ten, um an das Le­cker­li zu kom­men.

Schritt 4

Wie­der­ho­len und üben!

Wenn du das Ge­fühl hast, dein Hund weiß wor­um es geht, dann kannst du ver­su­chen das Kom­man­do ”Schluss” zu ge­ben und die Hand aber ge­öff­net zu las­sen. So­bald der Hund sich zu­rück­nimmt, be­lohnst du ihn wie ge­wohnt aus der an­de­ren Hand.

Schritt 5

Die nächs­te Schwie­rig­keits­stu­fe be­steht dar­in, das Le­cker­li auf den Bo­den zu le­gen und den Hund mit dem Kom­man­do ”Schluss” da­von ab­zu­hal­ten es zu fres­sen. Will der Hund das Fut­ter doch fres­sen, dann schnell die Hand dar­über le­gen und den Hund für sein Al­ter­na­tiv­ver­hal­ten be­loh­nen.

Schritt 6

Üben, wie­der­ho­len, ver­fes­ti­gen und auf an­de­re Ge­gen­stän­de, z.B. Ab­hal­ten vom Fut­ter­napf oder Spiel­zeug, aus­deh­nen!

Weiterführende Literatur


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