Yellowstone Walk Maisy & Cisco Welpen Teil 2

Australian Shepherd Züchter aus Krefeld (NRW)

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Yellowstone Walk Maisy & Cisco Welpen Teil 2

Ich habe noch 2 Vi­de­os be­kom­men, die ich euch nicht vor­ent­hal­ten möch­te.

Durch Zu­fall wur­de eine ris­kan­te Si­tua­ti­on ge­filmt, die ich wäh­rend des Walks ge­se­hen habe und nur dach­te: Oh Shit und hof­fent­lich geht das gut…(weil ich zu­weit weg war um die Si­tua­ti­on zu de­es­ka­lie­ren)

Aber dazu muss ich kurz aus­ho­len (und bit­te nicht die Hal­ter dis­sen, ich möch­te le­dig­lich, dass ihr dar­aus lernt und den Hun­den ge­hol­fen wer­den kann):

Beim Walk war auch Ha­zel aus Lay­laSam­my mit da­bei. Ha­zel ist eine sehr auf­merk­sa­me Hün­din, die sich schnell stres­sen lässt und von jetzt auf gleich vol­le Power hat (Lay­la lässt grü­ßen…). Ei­gent­lich ein su­per in­tel­li­gen­ter Hund nach mei­nem Ge­schmack, aber eben auch nicht ganz ein­fach zu er­zie­hen.

Sie war als Wel­pe in ei­ner Hun­de­schu­le, in der zu Be­ginn ein­fach alle Hun­de lau­fen ge­las­sen wurden…sch…egal in wel­cher Stim­mungs­la­ge die Tie­re sich be­fan­den, so kam es, dass Ha­zel vor lau­ter Auf­re­gung und Übererreg­bar­keit an­fing die zu die­sem Zeit­punkt 2 Wo­chen jün­ge­ren Wel­pen zu hü­ten und Spaß dar­an fand die Angst­ha­sen wei­ter zu mob­ben. Die da­ma­li­gen Trai­ner ver­such­ten zwar ihr das aus­zu­trei­ben und mein­ten mit Kom­man­dos wie ”Lass es” Ha­zel von ih­rem neu­en Hob­by ab­hal­ten zu können…aber das push­te Ha­zel na­tür­lich nur noch mehr auf.

Der rich­ti­ge Um­gang wäre ein so­for­ti­ges An­lei­nen des Hun­des ge­we­sen und ab­war­ten bis sie sich be­ru­higt hat und / oder den Hund gleich in die nächs­te Al­ters­stu­fe zu set­zen, so dass er von den äl­te­ren Hun­den Pa­ro­li ge­bo­ten be­kommt.

So ent­wi­ckel­te sich bei Ha­zel also ein enor­mes Fehl­ver­hal­ten, an dem die Hal­ter in­zwi­schen schon 1 Jahr ar­bei­ten. Ha­zel bellt an der Lei­ne an­de­re Hun­de an und flippt kom­plett aus. Wenn sie dann end­lich ih­ren Wil­len durch­ge­setzt hat und ab­ge­leint wird, prollt sie die an­de­ren Hun­de an und zeigt eine sehr auf­ge­bau­te, do­mi­nan­te Kör­per­hal­tung mit hoch ge­tra­ge­nen Oh­ren und Rute. Und ihre gan­ze Kör­per­hal­tung sagt: Schaut her hier kom­me ich…

Als Ha­zel kam war sie so auf­ge­regt und bell­te, dass ich sie erst­mal am Ge­schirr fest­hielt und ne­ben mir her lau­fen liess, weil ich schon wuss­te, dass so eine auf­ge­reg­te Hal­tung nur zu Pro­ble­men füh­ren kann (ge­ra­de in ei­ner Si­tua­ti­on, in der vie­le neue Hun­de auf­ein­an­der tref­fen). Ich hielt sie ein­fach fest und war­te­te ab, so­bald sie die Klap­pe hielt und ru­hi­ger wur­de, schob ich Le­cker­lis nach, bis ich der Mei­nung war, dass man sie nun wie­der lau­fen las­sen konn­te, aber so­fort hüpf­te sie auf ei­nen 3 Mo­na­te al­ten Wel­pen zu und er­schreck­te die­sen. An die­ser Stel­le gut re­agiert von Nina, der Hal­te­rin des Wel­pen, die Hazel’s An­proll­ver­such mit ei­nem Zisch­ton und der pas­sen­den Kör­per­spra­che so­fort un­ter­band, was auf Ha­zel auch wirk­te und sie so­fort ab­dreh­te.

Ha­zel hü­te­te und knurr­te dann wei­ter Hun­de an, die ein­fach an ihr vor­bei lie­fen und ihr gar nichts ge­tan hat­ten. So muss­ten wir Ha­zel also im­mer wie­der zu den Hal­tern ru­fen und wie­der an­lei­nen. Ich nahm mir Ha­zel dann eine Zeit lang zur Brust und un­ter­brach ihr Ver­hal­ten und be­stärk­te dann so­fort gu­tes ru­hi­ges Ver­hal­ten po­si­tiv, so ent­spann­te sie sich im­mer mehr und wir lie­ßen sie vor­sichts­hal­ber mit der Lei­ne dran wie­der frei lau­fen.

So jetzt will ich zu dem Vi­deo kom­men (das 2te ge­gen Ende). Da kommt Ha­zel fron­tal auf Lot­ta, die Blue Mer­le Hün­din, zu­ge­lau­fen. Lot­ta he­chelt, hat das Maul ge­öff­net und trägt die Rute un­ten. Sie ist ent­spannt und ver­hält sich sehr gut. So­bald Ha­zel an­kommt, schließt sie ihr Maul und die Rute wird ge­ho­ben. Sie geht im Grun­de in eine An­griffs­stel­lung über. Of­fen­bar er­kennt Ha­zel das und dreht Gott sei Dank ab und ”gibt nach”.

Ein fron­ta­les Zu­lau­fen auf ei­nen Hund ist im­mer eine Be­dro­hung. Ein ge­schlos­se­nes Maul heißt An­griff / Dro­hung. Also im­mer wenn der Hund das Maul ge­schlos­sen hat oder schließt: Vor­sicht, das könn­te be­reits eine Dro­hung sein!

So eine Si­tua­ti­on gra­de auch wie mit je­man­dem wie Lot­ta kann ganz schnell kip­pen und zu ei­nem rich­ti­gen Pro­blem wer­den. Lot­ta ist eine Hün­din, die zu uns zu­rück kam und die wir neu ver­mit­telt ha­ben. Es ist sehr in­ter­es­sant, wie Lot­ta ihr Ver­hal­ten von ei­nem ähn­lich do­mi­nan­ten wie Ha­zel, völ­lig un­aus­ge­gli­che­nem Tier zu ei­nem an­ge­neh­men ent­spann­ten Cha­rak­ter, der ab­so­lut su­per und zu­ver­läs­sig hört, ge­än­dert hat. Lot­ta war je­mand, der sich von all un­se­ren Hun­den frü­her oder spä­ter eine ge­fan­gen hat, weil sie eben auch dach­te sie könn­te die an­de­ren zur Sei­te te­ckeln. Da ha­ben Lottas neue Hal­ter sehr sehr gute Ar­beit ge­leis­tet, das muss ich an die­ser Stel­le mal lo­bend er­wäh­nen.

Das nur mal als klei­nes Lehr­vi­deo 😉 und an Ha­zel sieht man auch, was so ein Trau­ma oder ein fal­sches Ver­hal­ten in jun­gen Jah­ren für Pro­ble­me nach sich zie­hen kann und wie lan­ge es dau­ert die­ses Ver­hal­ten wie­der aus ei­nem Hund her­aus zu be­kom­men. Wir hof­fen, dass Ha­zel nun vllt öf­ter zu un­se­ren Walks mit­kommt, da­mit wir ge­ziel­ter an dem Pro­blem ar­bei­ten kön­nen!

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