Wer braucht einen Heimtierpass und wofür ist der genau gut?

...bald ist es so weit - wir erwarten Welpen...

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Wer braucht einen Heimtierpass? Der Heimtierpass ist für Hunde, Katzen und Frettchen vorgeschrieben, sobald sie nationale Grenzen eines EU-Mitgliedstaates überschreiten – im innereuropäischen Verkehr und im Reiseverkehr mit Drittländern. Dazu gehört auch eine Fahrt im kleinen Grenzverkehr – zum Einkauf, zu Freunden oder zum Tierarzt. Ab wann darf man mit dem Haustierpass reisen? Vier Wochen nach der Tollwutimpfung. Welpen können ab 12 Wochen geimpft werden und dürfen ab der 16. Woche reisen. Was ist zu tun, damit ein Heimtierausweis ausgestellt wird? Den Heimtierausweis fertigen amtlich ermächtigte Tierärzte aus, nachdem das Haustier mit einem elektronischen Transponder (Microchip) unverwechselbar markiert und eine Tollwutimpfung durchgeführt worden ist. Der Microchip wird dem Tier mit einer Injektionsnadel unter die Haut gespritzt. Braucht man in der EU darüber hinaus weitere Gesundheitszeugnisse? Die früher notwendigen Gesundheitsbescheinigungen sind nach der Einführung der Heimtierpässe nicht mehr nötig Darf man mit dem Heimtierpass auch außerhalb der EU reisen? Ja. Der Heimtierpass ist der Reisepass des Haustieres. Einzelne Staaten verlangen darüber hinaus noch andere Maßnahmen, z.B. eine Entwurmung oder Zeckenbehandlung. Bei Reisen nach den USA, England oder Schweden sollte man sich über die jeweils gültigen Vorschriften aktuell informieren. Kann man mit dem Heimtierpass wieder in die EU einreisen? Wer aus nicht tollwutfreien Urlaubsländern wie z.B. Tunesien wieder in die EU einreisen will, braucht zusätzlich zum EU-Pass noch einen Tollwuttiler. Diese Länder sind in den Reisebestimmungen gelistet – die Liste wird laufend aktualisiert. Die Titerbestimmung kann man bereits vor der Ausreise beim Haustierarzt durchführen lassen. Er schickt dafür eine Blutprobe in ein entsprechend akkreditiertes Labor. Planen Sie 2-4 Wochen Bearbeitungszeit ein! Was ist zu tun, wenn der Heimtierpass verloren geht? Setzen Sie sich mit Ihrem Haustierarzt in Verbindung. Er nimmt die Verlustmeldung auf und stellt Ihnen aus den Unterlagen seiner Kartei einen Ersatzausweis aus. Was ist zu tun, wenn der Microchip nicht mehr funktioniert? Auch hier kann der Haustierarzt weiterhelfen. Er implantiert einen neuen Chip, trägt die Implantation in den Haustierausweis ein und stellt eine Identitätsbescheinigung aus. (Auszug aus „Sonderausgabe des Journals der Tierärztlichen Klinik Dr. Staudacher“)