Verden Wolfscenter Teil 3

...übrigens, wir haben Welpen...

Welpen-TV: Live!

Verden Wolfcenter 2015 283

Verden Besuch Wolfscenter & Seminar Teil 3

Nach den ersten zwei interessanten Vorträgen fand nun endlich die Mittagspause statt (Gott sei Dank – uns knurrte der Magen) und wir waren froh, dass wir nun endlich aus dem sehr beengten Seminarraum (ohne Sauerstoff natürlich) in die „Freiheit“ durften. Wir schlugen uns den Bauch mit Pommes, Schnitzel & Salat voll und kümmerten uns danach erstmal wieder um unsere Mädels, die im klimatisierten Wohnmobil warteten. Zur Belohnung ihres braven Verhaltens durften sie noch ein bisschen apportieren (aber ich glaube davon habt ihr jetzt erstmal genug Fotos gesehen :D) Danach hatten wir

folgender Reihenfolge ab:

  1. Ungerichtetes Aufsuchen der Beute (Appetenzverhalten)
  2. Fixieren / Orten
  3. Anschleichen
  4. Hetzen
  5. Packen & Töten
  6. Wegtragen / Fressen

Wölfe würde ihre Beute durch einen gezielten Biss in die Kehle töten, so dass die Beute ersticke. Der Wolfe jage hauptsächlich Reh, Rothirsch & Wildschwein in Sachsen. Manche Wölfe erlegten gleich eine ganze Herde Schafe, da sie in einen

defensive Aggression.  Terrier seien entsprechend gezüchtet um Wut an der bzw. in Bezug auf die Beute zu zeigen. Mit Quietschspielzeug & ständigem Bällewerfen könne man das Jagdverhalten seines Hundes fördern, deshalb sollte man diese Spielzeuge dem Hunde entsprechend wenig einsetzen. Quietschspielzeuge trainierten dem Hund das wichtige Unterbrechungssignal (Quietsch- / Schreiton) eines anderen Hundes oder Kindes ab. Nachdem wir nun diesem sehr interessanten Vortrag aufmerksam gelauscht hatten, durften wir nach einer Kaffeepause mit lecker Kuchen (Jennifer hat drei Stücke gefuttert – aber pssssstttt keinem verraten :D) endlich zu den Wölfen. Hier wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und unsere Wolfsexpertin führte uns an den Wolfsgehegen vorbei und erklärte uns wer wo wie lebte. Gleich zu Beginn kamen zwei neugierige Wolfsrüden, wie wir von unserer Expertin erfuhren, an den Zaun gelaufen, um uns zu begrüßen und zu beschnuppern. Außerdem lebte in diesem Gehege noch ein 14 Jahre alter Wolfsrüde und eine Fähe (ein weiblicher Wolf). Pro Gehege, von denen es ingesamt drei Wolfsgehege und eins mit Wolfshunden gab, lebte nur jeweils eine Fähe, damit es keine Streitereien unter den Mädels gab. Die ersten vier Wölfe waren an den Menschen gewöhnt, aber wurden von Wölfen aufgezogen, trotzdem waren sie bereits sehr „freundlich“ und neugierig, aber die Wolfsexpertin meinte, dass die Wölfe nur wegen dem Zaun so nahe kämen, wenn die Tierpfleger die Gehege reinigten, kämen sie nicht so nah heran.

leider nur ungefähr 45 Minuten Zeit um uns die Ausstellung im Wolfscenter anzuschauen. Uns erwartete dort ein ausgestopfter Wolf & ein Hirsch, ganz schön beeindruckend diese Tiere mal in ihrer vollen Größe „live“ zu sehen. Außerdem fanden wir viele Informationen, die zum Teil auch interaktiv durch Videos oder Tests dem Besucher näher gebracht wurden. Leider hatten wir nicht genug Zeit um allen Videos folgen zu können. Auch für den Filmvorführraum fehlte uns die Zeit – leider! Wir hätten sicherlich noch mehr Informationen mitnehmen

Blutrausch verfielen und jede Bewegung erneut den Tötungsreflex auslöse, weshalb bei ungesicherten Weiden oftmals mehrere Kadaver gefunden würden. Interessant und neu für uns war es, dass es in Deutschland bereits wieder frei lebende Wölfe gäbe, die sich aus Osteuropa bei uns angesiedelt hätten. Der Unterschied in der Jagd zwischen Wolf & Hund bestünde darin, dass der Hund die Beute wesentlich mehr verletzen würde. Bei Wolfsbeute fände man lediglich einen Kehlkopfbiss mit einem Zahnabstand von ca. 4cm. Wolfbeute erkenne man auch an einem aufgefressenen Körper,

Danach sahen wir am Beispiel einer Schafsherde und eines Herdenschutzhundes, der aber offenbar nicht wusste was seine Aufgabe war, wie man eine Herde vor den Wölfen schützen könnte. Am effektivsten ist dabei eine Gruppe Herdenschutzhunde und Stromzäune. Im Vorbeigehen sahen wir dann noch zwei weisse Wölfe, die handaufgezogen wurden und die man (natürlich mit Buchung einer extra Führung) auch hätte streicheln können und zu ihnen ins Gehege gedurft hätte. Als nächstes rannten wir an einem extrem gesicherten Gehege, wie wir fanden, mit Wolfshunden vorbei, da diese Hunde offenbar aggressiv auf die in unser Gruppe mitgeführten Hunde reagierten. Das letzte Gehege beherbergte vier bis fünf „wild lebende“ Wölfe, die aber ebenfalls neugierig an den Zaun kamen. Leider war danach die Führung auch schon zu Ende und der Park wurde geschlossen. Zwar ein bisschen schlauer dafür aber etwas enttäuscht verließen wir das Wolfscenter. Leider hatten wir kaum Zeit die Wölfe ausführlich zu beobachten und ihr Verhalten zu analysieren, auch die Aussichtsplattformen konnten wir nur

können. Nun ging es also wieder zurück in den Seminarraum und wir hörten zum Schluss einen Vortrag von dem Wolfscenterleiter Frank Fass über „Das Jagdverhalten des Wolfes & Hundes im Vergleich“. Zunächst lernten wir, dass ein Rudel Wölfe aus den Eltern und dessen Nachkommen bestünde. Die ein Jahr alten Tiere würde man Jährlinge nennen, jüngere Tiere würden als Welpen bezeichnet. Weiterhin diene Jagen dem Erwerb der Nahrung & das Verhalten würde im Jugendstadium trainiert (an Wölfen & untereinanander und später an der Beute selber). Das Jagdverhalten des Wolfes liefe in einer Sequenz mit

während der Hund meist nur Beschädigung anrichten würde, die Beute aber nicht fräße. Weiterhin gäbe es in Deutschland zwar auch Hunde, die jagen, aber nur ein sehr geringer Teil würde die Beute auch töten und fressen. Durch die Züchtung seien manche Verhaltensweisen beim Hund hypertrophiert (d.h. übertrieben), so zeige der Hund z.B. Beuteaggression, wodurch immer wieder Unfälle mit Kindern entstünden, da sich Spiel, Jagd & Aggression vermische. Der Wolf  könne zwischen diesen Formen unterscheiden und zeige nur Status gebundene, Ressourcen bedingte &

kurz betreten, weil wir uns von unserer Gruppe entfernt hatten. Sehr schade war, es dass der Tag so durchgetaktet war, dass für die eigentlichen Wölfe kaum Zeit blieb z.B. beinhalte unser Führung keine Fütterung. Diese habe wir nur aus der Ferne in den letzten Zügen mitbekommen und wir hatten uns auch erhofft die handaufgezogenen Wölfe streicheln zu können. Außerdem empfanden wir die Gehege als verhältnismäßig klein, wenn man bedenkt, dass ein Wolf auf Nahrungssuche 70km / Stunde zurück legt und wir in einer Stunde inkl. Stehenbleiben und der Wolfsexpertin zuhören, das ganze Gelände erkundet hatten. Begründet wurde diese Größe mit der Aussage, dass die Wölfe ja gefüttert würden und nicht suchen müssten – fraglich ist dann aber wieso dann nur so kleine Gruppen in einem Gehege leben (unter einem Wolfsrudel stellen wir als Laie uns etwa. 10 Tiere vor) und Streitereien z.B. bei der Fortpflanzung vermieden werden, da die meisten Tiere kastriert sind und / oder nicht ausreichend Fähen in einem Rudel leben. Auch über die Beschäftigung der Tiere erfuhren wir leider nichts und uns erschloss sich der Unterschied zwischen den „gezähmten“ Wölfen und den wild lebenden nicht. Vielleicht hätte man diese Fragen mit mehr Zeit & Ruhe noch beantworten können.

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