Verden Wolfscenter Teil 2

...übrigens, wir haben Welpen...

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Verden Wolfcenter 2015 283

Verden Besuch Wolfscenter & Seminar Teil 2

Wie versprochen berichte ich euch heute von den Seminarinhalten. Los ging es mit dem Vortrag „Ruderhaltung von Hunden – Chancen & Herausforderungen für den Halter“ von Hundetrainerin Sabine Wolff. Wir lernten, dass die Zusammensetzung der Hundegruppe nach Geschlecht, Rasse, Temperament & Charakter sowie die Auslastung- & Autoritätsverhältnisse entscheidend für ein friedliches Miteinander sei. Die Alpha Theorie der Wölfe, die man immer wieder auch auf Hunde übertragen hat, wäre inzwischen widerlegt.

zuerst behandelt werden. Spielzeug dürfte nur herumliegen, wenn die Hunde sich nicht darum stritten. Generell wäre eine gute Grunderziehung mit konsequenten Ritualen notwendig, um Reibereien zu vermeiden z.B. sollten futteraggressive Hunde alleine fressen dürfen. 15 Minuten Training pro Hund/Tag sollten neben den Spaziergängen ein Minimum sein. Je mehr alltägliche Rituale existierten, desto eher würden Konflikte vermieden z.B. Aufregungssituationen beim Gassigehen. Bei Hunden, die unkontrolliert und aufgeregt in den Garten gelassen würden, könnten

Rate gezogen werden. Frau Dr. Wolff referierte danach über „Gemeinsamkeiten & Unterschiede in der Ernährung“. Anatomisch würden sich beim Wolf & Hund bereits Unterschiede ergeben, auch wenn beide Spezies gemeinsame Vorfahren hätten. Der Wolf hätte einen sehr dehnbaren und großen Magen, so dass er bis zu 10kg Mageninhalt aufnähme, weil er nicht regelmäßig Beute machen könnte, während der Hund durch die Domestikation jeden Tag kleinere Portionen Futter aufnehmen müsste. Wölfe rissen ganze Beutetiere, die sie in großen Stücken aufnähmen, während

Hunde würden zwar in Strukturen leben, aber sie lebten genau wie wir Menschen eher in einer Art WG miteinander. Freundliche, friedliche Hunde (meist auch einer Rasse z.B. Labis, Aussies, Goldies) kämen immer besser miteinander aus, als z.B. Terrier, da Terrier – ich nenne es mal „mit einem übersteigertem Selbstbewusstsein“ gezüchtet würden – und deshalb öfter aneinander gerieten. Trotz alledem wäre aber der Charakter & die Aufzucht der Tiere entscheidend. Plant man zu einem bestehenden Hund einen Welpen dazu zu holen, solle evaluiert werden, ob der Welpe in die bestehende

schnell Konflikte entstehen, deshalb sollte man hier ein ruhiges Ritual einstudieren. Von Vorteil wäre auch ein „Bleib“ Kommando zu erlernen, so könnte man jeden Hund einzeln aufrufen („Aufhebungskommando“) und auch mit jedem Hund einzeln trainieren, während die anderen das Warten übten. Frau Wolff erklärte anhand eines Punktekontos, dass das Punktekonto jedes Hundes immer ausgeglichen sein solle z.B. jeder Hund würde gleich gestreichelt, gleich gefüttert etc. Nähme z.B. ein Hund einem anderen etwas weg, entstünde bei dem Hund ohne Ressource ein Minuspunkt auf seinem Konto.

der Hund ein kommerzielles Futter bekäme oder beim Barfen meist zerkleinertes (oft gewolftes) Fleisch fressen würde. Außerdem würden Wölfe auch den Darm/Kot des Beutetieres fressen, was erklärte wieso Hunde auch heute noch gerne Kot fressen. Kotfressen hätte also nichts mit einem Nährstoffmangel zu tun, sondern wäre eine physiologische Handlung. Wölfe würden auch Getreide aus dem Magen-Darm-Trakt des Beutetieres aufnehmen – genauer fressen sie die ganze Beute (Haut, Fell, Gehirn, Rückenmark, Gebärmutter, Klauenhorn & Blut). Barfen könnte damit nicht verglichen werden, da

Gruppe passt. Welpen sollten immer gesondert erzogen & am Anfang auch einzeln spazieren geführt werden und der Besuch einer Hundeschule wäre anzuraten, so dass der Sprössling auch ohne Rückhalt seines Rudels Erfahrungen sammeln könne. Wenn Hunde in einer Gruppe zusammen lebten, sollten Ressourcen (Streicheleinheiten, Aufmerksamkeit, Futter, Liegeplätze, Spielzeug…) nicht von allen Mitgliedern gleichzeitig begehrt werden. Alle Ressourcen z.B. Streicheleinheiten sollten durch den Besitzer kontrolliert werden & er solle keinen Hund bevorzugen. Es müsste nicht der älteste Hund grundsätzlich

Ein unausgeglichenes Punktekonto führe irgendwann unweigerlich zu einer Keilerei. Achte deshalb steht’s darauf, dass alle Hunde gleich behandelt würden und sich keiner benachteiligt fühle. Ruderhaltung erfordere ein ständiges Beobachten & Eingreifen des Besitzers um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten. Hilf deinem Hund z.B. durch neue Rituale, wenn er sich ängstlich oder rüpelhaft verhält und mache deinem Hund auch klar, dass du ein bestimmtes Verhalten nicht duldest. Wenn zwei Hunde sich nicht verstünden, sollte man sie auf keinen Fall trennen, es sollte ein Trainer zur

meist nur Pansen, Kopf – & Muskelfleisch und etwas Knochen gefüttert würde. Der Wolf wäre über die ganze Beute mit allen Nährstoffen versorgt und könnte einen kurzfristigen Mangel z.B. durch fehlende Beute ausgleichen. Der Hund benötigt nach Frau Dr. Wolf folgende Empfehlung: 6-10g/kg Kalzium (z.B. Knochen), 4-8 g/kg Phosphor, 2-5 g/kg Natrium, 10-15mg/kg Kupfer, 100 mg/kg Zink, 100 mg/kg Eisen. Ein ausgewachsener 25kg schwerer Hund müsste demnach ein ganzes Kaninchen („Alleinfuttermittel“) pro Tag fressen, um seinen Nährstoffbedarf zu decken.

Beim üblichen Barfen käme es oft zu einem Kalziummangel und der Hund wäre oft mit zu viel Protein versorgt, was zur Belastung der Niere führen würde.

Wer seinen Hund barfen möchte, sollte sich die Rationen z.B. von Frau Dr. Wolf (Prof. für Ernährungsphysiologie und Tierernährung, Universität Rostock) berechnen lassen und kann sie unter folgender Emailadresse: Petra.wolf@uni-rostock.de erreichen.

Das letzte Thema und endlich die Wolf-Fotos zeige ich euch im Teil 3 unserer „Reise“ 🙂

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